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SCA zur Teilung der Unternehmensgruppe 2017

SCA zur Teilung der Unternehmensgruppe 2017

Die Unternehmensgruppe SCA, ein globales Unternehmen für Hygiene- und Forstprodukte, erzielt rund 85 % seiner Umsätze im Bereich Hygiene. Die übrigen 15 % werden durch den Verkauf von Forstprodukten erzielt. Um den Unternehmenswert für die Aktionäre langfristig zu steigern, plant der SCA-Vorstand, auf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung 2017 einen Antrag auf die Teilung der Unternehmensgruppe in zwei börsennotierte Unternehmen zu stellen.

Zu diesem Zweck sollen die Anteile am Hygienegeschäft gemäß den Lex-Asea-Bestimmungen (eine Steuerregulation in Schweden) an die Aktionäre verteilt werden. Für den Fall einer solchen Verteilung werden die SCA-Aktionäre zusätzlich zu ihren jetzigen Beteiligungen auch Anteile an dem neuen börsennotieren Unternehmen für Hygieneprodukte erhalten.
Im August 2015 hatte SCA bekanntgegeben, die Bereiche Forst und Hygiene zukünftig als eigenständige Unternehmensbereiche führen zu wollen, um das Wachstum beider Bereiche nachhaltig zu fördern. „Der Vorstand plant, den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung 2017 einen Antrag auf Aufteilung und Börsennotierung des Geschäftsbereichs Hygiene vorzulegen“, sagte Pär Boman, Vorsitzender des Aufsichtsrats von SCA.
Magnus Groth, CEO und Präsident von SCA, fügte hinzu: „Unsere Kernbereiche Hygiene und Forst sind zwei starke Geschäftsfelder mit einem attraktiven Produktangebot in ihren jeweiligen Sparten. Nach einer gründlichen Analyse sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Teilung von SCA in zwei börsennotierte Unternehmen der beste Weg ist, um den Wert unseres Unternehmens für die Aktionäre zu steigern, Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen und neue Wachstumspotenziale für die gesamte Unternehmensgruppe zu erschließen.“
Mit Blick auf Wertschöpfung und Flexibilität für die Aktionäre wurde eine Bewertung alternativer Unternehmensstrukturen mit dem Ziel einer vollständigen Trennung der beiden Geschäftsbereiche in zwei unabhängige Unternehmen vorgenommen. Das Fazit lautet, dass eine Verteilung der Anteile des Hygienegeschäfts von SCA und dessen Börsennotierung eine Steigerung des Shareholder Value bei einem vergleichsweise geringen Transaktionsrisiko und relativ niedrigen Transaktionskosten zur Folge haben wird.
„Der Aufsichtsrat ist der Überzeugung, dass eine Trennung der Geschäftsbereiche Hygiene und Forst in zwei börsennotierte Unternehmen dazu führen wird, dass beide Bereiche ihre Strategien erfolgreich umzusetzen können und Mehrwert für die SCA-Aktionäre geschaffen wird. Deshalb ist es für uns sehr erfreulich, dass unsere Hauptaktionäre dem Antrag auf der ordentlichen Hauptversammlung zustimmen wollen“, sagte Pär Boman, Vorsitzender des Aufsichtsrats von SCA. „Als langjähriger Investor und Hauptaktionär von SCA teilen wir die Ansicht des Unternehmens, dass sich durch eine Teilung langfristig Mehrwert schaffen lässt. Dies ist der nächste logische Schritt in der erfolgreichen Straffung des Unternehmens mit Ausrichtung auf die Sparten Hygiene und Forst über einen Zeitraum von mehreren Jahren“, sagte Helena Stjernholm, CEO von Industrivärden.
Zwei börsennotierte Unternehmen
Im Vorfeld zur ordentlichen Hauptversammlung 2017 plant der Aufsichtsrat, einen Antrag auf die Verteilung der Anteile des Hygienegeschäfts und dessen Börsennotierung zu stellen. Die Verteilung der Anteile an die Aktionäre soll proportional zu deren jetzigen Anteilen an A- und B-Aktien erfolgen und den Bestimmungen des Lex Asea entsprechen. Falls die Aktionäre dem Antrag zustimmen, soll die Verteilung der Aktien und die Börsennotierung des neuen Hygieneunternehmens an der Börse Stockholm (NASDA OMX) in der zweiten Hälfte des Jahres 2017 erfolgen.
Danach wird es dann zwei börsennotierte Unternehmen geben. Das Unternehmen für Hygieneprodukte wird sich aus den aktuellen Geschäftsbereichen Personal Care und Tissue zusammensetzen. Das Unternehmen für Forstprodukte wird alle entsprechenden Standorte sowie sämtliche Wälder und Forstflächen von SCA umfassen.
Das neue börsennotierte Unternehmen für Hygieneprodukte soll unter neuem Namen in Stockholm eingetragen werden. Das Unternehmen für Forstprodukte wird weiter unter dem Namen SCA firmieren und in Sundsvall registriert sein. 
Die Sparte Forstprodukte ist sehr effizient
SCA ist Europas größter privater Forsteigentümer mit einer gut integrierten Lieferkette und einer Konzentration seiner Produktionsstätten in Schweden in unmittelbarer Nähe zu seinen Wäldern. „Die birgt erhebliche Synergien und Wettbewerbsvorteile. Die Sparte Forstprodukte ist sehr effizient und verzeichnet viele Investitionen. Unsere Investition in die Kapazitätssteigerung unserer Zellstofffabrik in Östrand zählt zu den größten Investitionen in der schwedischen Industrie und wird unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit weiter steigern“, sagte Magnus Groth, CEO und Präsident von SCA.
 
Personalien
Mit sofortiger Wirkung wurden die von Aktionären bestellten Mitglieder des Vorstands sowie CEO Magnus Groth zusätzlich zu ihren aktuellen Posten zum Vorstand bzw. zum CEO der Muttergesellschaft des Hygienegeschäfts ernannt. Ulf Larsson, aktueller Präsident von SCA Forest Products und Mitglied des Executive Management Team, soll nach der Verteilung der Anteile am Hygienegeschäft zum CEO des neuen börsennotierten Unternehmens für Forstprodukte bestellt werden. Der Vorstand bestellt Ulf Larsson zudem zum Executive Vice President. Larsson wird diese Rolle neben seinen jetzigen Posten übernehmen.
Aus dem Geschäftsjahr 2015
Geschäftsbereich Hygieneprodukte: Nettoumsatz 98.528 Mio. SEK, bereinigter, operativer Gewinn 11.207 Mio. SEK, ingesetztes Kapital 68.201 Mio. SEK, Anzahl der Angestellten (im Durchschnitt) 39.898, Anzahl der am Umsatz beteiligten Länder etwa 100.
Geschäftsbereich Forstprodukte: Nettoumsatz 17.279 Mio. SEKb ereinigter, operativer Gewinn2.605 Mio. SEK, eingesetztes Kapital2 37.217 Mio. SEK, Anzahl der Angestellten (im Durchschnitt) 4.153, Anzahl der am Umsatz beteiligten Länder etwa 50.
SCA/Red.

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