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Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbands hat eine Umfrage bei der Säge- und Holzindustrie zu den Folgen der Corona-Pandemie durchgeführt.

Sägewerke hoffen auf Entspannung der Lage

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbands (DeSH) hat erneut eine Umfrage bei den Betrieben der Säge- und Holzindustrie zu den Folgen der Corona-Pandemie durchgeführt. Diese dritte Umfrage ergab: die negativen Auswirkungen sind nicht so schlimm, wie erwartet.

Die COVID-19-Pandemie hat Deutschland nach wie vor fest im Griff. Einschränkungen im öffentlichen Leben, Unsicherheit und ein sich ständig verändernder Markt bestimmen die Lage.

Auch die Säge- und Holzindustrie ist davon unmittelbar betroffen. „Wir befragen wöchentlich unsere Mitglieder nach deren Problemen und aktuellen Handlungserfordernissen, um sie bestmöglich unterstützen zu können“, erläutert DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt. „Anhand der Ergebnisse der Befragungen über mehrere Wochen zeigt sich, dass die deutsche Säge- und Holzindustrie weiterhin die negativen Corona-Auswirkungen deutlich spürt. Doch die Lage ist bisher nicht überall so dramatisch, wie zu Beginn gedacht“.

Weiterhin mehr als 2/3 der Sägewerke negativ betroffen

Nach fünf Wochen Ausgangsbeschränkungen geben rund 72 % der befragten Betriebe an, weiterhin negativ von den Auswirkungen betroffen zu sein. „Wenn wir die letzten Wochen vergleichen, sehen wir wenig Veränderung. Mehr als 2/3 der befragten Unternehmen verzeichnen Einschränkungen, wobei zwischen den Regionen erhebliche Unterschiede bestehen. Nach wie vor sind die südlichen Bundesländer im Durchschnitt stärker betroffen“, so Schmidt weiter. Bei der Kurzarbeit haben sich die düsteren Erwartungen allerdings nicht bewahrheitet. „Die Betriebe planten, von Woche zu Woche mehr Leute in Kurzarbeit schicken zu müssen. Dieser Fall ist zum Glück bisher nicht in einer Vielzahl von Fällen eingetreten. Allerdings blicken unsere Betriebe pessimistisch in die Zukunft, vor allem, je länger die Krise andauert“, so der studierte Forstwirt.

Unsicherheiten beim Schnittholz und Sägenebenprodukte

„Bei den Auswirkungen der Krise zeigt sich, dass der volatile Schnittholzabsatz nach wie vor für die größte Unsicherheit bei den Betrieben sorgt. Deutlich an Bedeutung zugenommen über die letzten Wochen hat der Bereich Sägenebenprodukte, der für knapp 90 % der befragten Betriebe eine negative Auswirkung der Corona-Krise darstellt und auch bei den Zahlungsbedingungen zeichnet sich zusehends ein negativer Trend ab“, erläutert Schmidt. Erfreulich hingegen sei, dass es wenige Corona-Fälle in den Belegschaften gebe.

Das Coronavirus hat die Säge- und Holzindustrie fest im Griff.
Auswirkungen des Coronavirus auf Betriebe der Säge- und Holzindustrie in Deutschland: Negativ betroffene Bereiche im Zeitraum 23. März bis Mitte April. Quelle: DeSH

Corona und Kalamitäten

Der DeSH wird die Umfrage weiterhin wöchentlich fortführen und in regelmäßigen Abständen Ergebnisse veröffentlichen. „Gerade im Hinblick auf die beginnenden Kalamitäten ist für uns die Umfrage ein zentrales Instrument, um über den persönlichen Austausch hinaus nah an den Betrieben zu sein. Wir hoffen, dass wir damit aktuelle Erfordernisse schnell identifizieren und dementsprechend handeln können, so Schmidt abschließend.

DeSH/Red.

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