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Säger im Sauerland enttäuscht über Rundholzlieferungen aus NRW an Klausner

Säger im Sauerland enttäuscht über Rundholzlieferungen aus NRW an Klausner

Die mittelständischen Säger im Sauerland sind alles andere als erleichtert über die jüngste Holzlieferung der NRW-Landesregierung an den österreichischen Großsäger Klausner. Darauf weist nun die Initiative Holz und Arbeit NRW hin, der mehr als 30 Unternehmen der Säge- und Holzindustrie in Nordrhein-Westfalen angehören.
Rohholzversorgung für NRW-Säger weiterhin schwierig
Mit Sorge betrachten die Säger, dass die seit Anfang Dezember 2013 gelieferten 10.000 Fm Holz an Klausner aus dem Forstamtsbezirk Hochstift bei Paderborn stammen. Da dies ein Holzeinkaufsgebiet für Sägewerke im Sauerland ist, sehen viele heimische Säger in dieser Aktion eine weitere Schwächung der eigenen Einkaufsposition. Die Holzmenge – hochgerechnet auf ein Jahr sind dies 40.000 Fm – erscheint zwar im Vergleich zu den noch zu verhandelnden Forderungen Klausners gering, benachteiligt die ohnehin geschwächten Sägewerker im Sauerland aber weiter.
„Wir hielten es für richtig, Klausner – wenn überhaupt – mit externem Holz zu versorgen. Das Holz könnte in Regionen mit einem höheren Holzangebot, beispielsweise in Norddeutschland, Nord- oder Osteuropa bezogen werden“, so Dr. Hubertus Weber von der Initiative Holz und Arbeit NRW.
Kritik an der Landesregierung
Im Frühjahr 2013 hatte sich die Initiative Holz und Arbeit NRW in Olsberg gegründet und einen offenen Brief an die NRW-Landesregierung geschrieben. Bereits darin wurde das Land aufgefordert, Klausner – falls Verpflichtungen bestehen – mit Holz aus dem nahen Ausland zu beliefern. Leider wurde diese Forderung jedoch zurückgewiesen. Weber dazu: „Die Sägewerker im Sauerland sind enttäuscht. Den Lippenbekenntnissen, dass die regionale Holzwirtschaft nicht geschädigt werden soll, müssen jetzt endlich Taten folgen.“ Die jetzige Landesregierung habe es leider versäumt, ein Signal der Unterstützung an die heimischen Betriebe, die durch Vereinbarungen der früheren Landesregierung bedroht werden, zu senden, kritisiert Weber.
Initiative Holz und Arbeit NRW

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