ABO

Säger drängen auf Preisrückgang bei Verpackungsrundholz

Am 6. März 2012 traf sich die  kürzlich neu formierte Gruppe von südwestdeutschen Verpackungsholz-Sägewerken in Oberkirch. Ziel der Aussprache, die auf der Plattform der Schliffkopfrunde (Bereich Verpackungshölzer) mit Koordination durch den Verband Säge- und Holzindustrie (VSH) stattgefunden hat, war eine Markt- und Situationsbeschreibung der Sägewerke, die ihren Schwerpunkt im Bereich der Verpackungshölzer haben.
 
Es wurde deutlich, dass sich die Absatzmärkte für die Verpackungs-Säger massiv ins Negative gedreht haben und die derzeitigen Preise am Rundholz-Beschaffungsmarkt nicht mehr zu realisieren sind. Die entsprechenden Schnittholzimporte zu Niedrigstpreisen vor allem aus Osteuropa haben massiv zugenommen und setzen die Betriebe unter extremen Preisdruck. Zudem gestalten sich die Exportmärkte gerade im Verpackungsbereich äußerst schwierig und nicht zuletzt üben die Auswirkungen der in der Branche schon vielfach scharf kritisierten bayerischen Verträge einen enormen Preisdruck auf die Betriebe aus. Problematisch für die Sägewerke ist zudem die sich sehr schwierig gestaltende und mit negativen Vorzeichen versehene Situation auf den Märkten für die Sägenebenprodukte. Zusammen genommen hat das zur Folge, dass das derzeitige Verpackungs-Rundholzpreisniveau das mit durchschnittlich 58 bis 62 €/Fm beziffert wurde, als nicht mehr realisierbar angesehen wird.

Vor diesem Hintergrund sind weitere Produktionskürzungen nicht auszuschließen, war aus der Gesprächsrunde zu hören. Einzelne Unternehmen sehen sich den Aussagen zu Folge auch gezwungen, im Gespräch mit ihren Rundholz-Vertragspartnern zu prüfen in wie weit sich Verträge vor diesem Hintergrund aussetzen lassen.

Die Verpackungsbetriebe brauchen jetzt flächendeckend einen marktgerechten Rundholzpreis, der mit den Schnittholzmärkten in Einklang steht. In der Sitzung wurde die dazu jetzt flächendeckend notwendige Preisrücknahme für Verpackungsrundholz mit -10 % beziffert, ausgehend vom derzeitigen Durchschnittspreisniveau zwischen 58 und 62 €/Fm. Mit diesem Schritt wäre auch der alte Preisabstand zwischen Verpackungsrundholz und dem sog. Leitsortiment, also den mittelstarken B-Qualitäten, wieder hergestellt. Denn zuletzt hatte sich den Firmenangaben zu Folge der Preis für Verpackungshölzer von ursprünglich etwa 50 % auf zuletzt 60 bis 65 % von diesem B-Preis überproportional gesteigert. Zu den gegebenen Konditionen können die Betriebe ihre Produktionen schwerlich aufrecht erhalten, so die einhellige Meinung der Runde.
 

Schliffkopfrunde

Auch interessant

von