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Stihl MS 462

Sägenpoker

In Sachen Motorsägen war der Besuch der Elmia Wood in Schweden diesmal wenig aufschlussreich. Die Lokalmatadoren von Husqvarna hatten zwar einen wunderschönen Messestand, zeigten aber ihre Neuentwicklung nur schemenhaft in einem Kasten, der wie ein Eisblock aussehen sollte. Obenauf lief ein Countdown, der anzeigte, wie lange es noch dauern wird bis zur Präsentation auf der Forstmesse Luzern am 17. August. Gerüchteweise wird es sich dabei um eine mittelstarke Fällsäge in der 70-cm³-Klasse handeln.

Silbermedaille zur Demopark 2017 Foto: VDMA

Das würde zur Neuvorstellung vom Erzrivalen Stihl passen. Über die MS 462, von der immer mal wieder Prototypenbilder kursierten, wurde in Schweden allerdings überhaupt kein Wort verloren. Kein Anzeichen im schlichten Messezelt, dass Stihl etwas Neues zu bieten hätte. Die Waiblinger heimsten lieber wenige Tage später auf der „demopark“ in Eisenach eine Silbermedaille für herausragende Technik ein.

Bei gleicher Leistung soll die MS 462 ganze 700 g leichter geworden sein als ihre Vorgängerin MS 461. Das entspräche einem sensationellen Gewichtsvorteil von über 11 %. Das Maschinengewicht wird mit 6,0 kg angegeben, das ganze System mit 50 cm Rollomatic ES Light-Schwert und einer 3/8“-Rapid-Super-Sägekette kommt auf 7,3 kg. Seine 4,4 kW schöpft der Motor aus einem leicht verkleinerten Hubraum von 72,2 cm³. Neben dem bereits bekannten Kettenraddeckel und dem Krallenanschlag wird vor allem das verkleinerte Schwungrad zur Gewichtsersparnis beigetragen haben. Zusammen mit der weiter verbesserten M-Tronic, die sich jetzt vom Benutzer aktiv für unterschiedliche Einsatzorte kalibrieren lässt, soll die beliebte Fällsäge jetzt so spritzig geworden sein, dass sie sich auch zum Entasten eignet.

H. Höllerl

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