Holzernte

Schmalschnittketten: Die schnittigen Drei

Bearbeitet von Heinrich Höllerl

Im Herbst des vergangenen Jahres hat die Firma Husqvarna ihre erste selbst produzierte Sägekette auf den Markt gebracht, die seit Kurzem auch in Deutschland erhältlich ist. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Schmalschnittkette, wie sie in Skandinavien mittlerweile Standard sind. Ein Vergleichstest soll zeigen, ob das Erstlingswerk auf der Höhe der Zeit ist.

Nach der Produktpräsentation in Schweden haben verschiedene Medien in Europa bereits Tests mit der neuen Husqvarna X-Cut durchgeführt. Dabei wurden jedoch vielfach „Äpfel mit Birnen“ verglichen. Das Ergebnis bei der Gegenüberstellung mit einer Standardkette ist ziemlich vorhersehbar: Durch die schmalere Schnittfuge muss die Säge weniger Material abtragen und wird sich damit schneller durchs Holz arbeiten. Das gilt insbesondere bei den kleineren Durchforstungssägen. Ab einer gewissen Motorleistung spielt es keine so große Rolle mehr. Apropos Motorleistung: Frühere Tests von Motorsägen haben gezeigt, dass es durchaus eine Serienstreuung gibt: Zwei identische Modelle können eine bis zu 10 % abweichende Leistung haben. Damit wir hier jegliche Differenz ausschließen können, haben wir beim vorliegenden Test alle drei Probanden mit ein und derselben Säge betrieben.

Die Kandidaten

Bei unserem Vergleich sollten nur Schmalschnittketten mit einer Nutbreite von 1,3 mm zum Einsatz kommen, die vom jeweiligen Hersteller für den professionellen Einsatz vorgesehen sind. Von vielen Forstwirten hierzulande werden diese Produkte zwar immer noch unter „Spielzeug“ einsortiert, aber so langsam findet auch da ein Umdenken statt. Immer bessere Materialien und Verarbeitung lassen auch im Dauereinsatz vernünftige Standzeiten erwarten. Völlig identische Vergleichsbedingungen haben aber auch wir nicht hergestellt: In der Kettenteilung und in der Zahnform gibt es Unterschiede. Vor allem Letzteres sollte sich auf das Ergebnis doch deutlich auswirken.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Forst & Technik 4/2017.

 

 

 

 

 

Johannes Hädicke, Heinrich Höllerl