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Sägeindustrie wirbt um Nachwuchskräfte

Sägeindustrie wirbt um Nachwuchskräfte

Die Sägeindustrie gehört zu den Vorreitern der Green Economy, kämpft jedoch mit Nachwuchssorgen. Demografischer Wandel und Akademisierung machen den Betrieben zu schaffen, obwohl sie attraktive Berufe in einer zukunftsträchtigen Branche bieten.
Unter dem Motto „it wood be good“ will der Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) wieder mehr junge Menschen für moderne Holzjobs begeistern.
Nicht nur der Rückgang der Schülerzahlen bereitet der Säge- und Holzindustrie Sorgen. Auch das steigende Interesse zu Studieren sowie der Wunsch vieler junger Leute, aus den ländlichen Region in die Stadt zu ziehen, lässt die gewerblichen Berufe ins Hintertreffen geraten. Im letzten Jahr verzeichnete die deutsche Wirtschaft 80.000 offene Lehrstellen. Mit nur 520.000 neuen Ausbildungsverträgen lag diese Zahl bei einem Tiefstand seit der Wiedervereinigung 1990.
Sägeindustrie: ein breites Berufsspektrum
Oft hat die Holz- und Sägeindustrie gegenüber bekannteren und finanzstärkeren Branchen das Nachsehehen, so zum Beispiel im süddeutschen Raum gegenüber den Automobilherstellern und -zulieferern. Dabei bietet die Branche ein breites Spektrum sowohl gewerblicher als auch kaufmännischer Berufe: vom Holzbearbeitungsmechaniker über Elektriker für Betriebstechnik, Industriekaufleute, Kaufleute für Marketing, Metallbauer, Industriemechaniker und Berufskraftfahrer bis hin zu Fachkräfte für Lagerlogistik.
Attraktiver Werkstoff, zukunftssichere Branche
„Wir arbeiten mit einem natürlichen Rohstoff, sind ökologisch und nachhaltig. Unsere Produkte sind innovativ, klimafreundlich und praktisch überall im Alltag vertreten“, so Lars Schmidt, Generalsekretär des DeSH. Zudem bieten die vielen Traditionsunternehmen eine sichere Basis für die berufliche Zukunft der Schulabgänger.
Kampagne „It wood be good
Die gemeinsam von den Mitgliedsunternehmen getragene Kampagne setzt auf Information über verschiedene Kanäle. Eine zentrale Rolle übernimmt die Webseite www.itwoodbegood.de, die neben Beschreibungen der Ausbildungsberufe auch eine bundesweite Übersicht freier Stellen bietet. Doch die Initiative lebt besonders vom Engagement der einzelnen Betriebe: Jedes Unternehmen kann individualisierbare Infomaterial wie Postkarten, Poster und Roll-Ups bestellen und hat so die Möglichkeit selbst aktiv in der Region bspw. an Schulen und Jobmessen herantreten und für Nachwuchs zu werben.
Auszeichnung „Vorbildlicher Ausbilder“
Teil der Kampagne ist auch, moderne Ausbildungsstandards zu sichern. Anhand der Empfehlungen der Industrie- und Handelskammer sowie im Austausch mit Auszubildenden hat der DeSH eine Checkliste für Betriebe aller Größenklassen entwickelt, an der sie den betrieblichen Teil der Ausbildung ausrichten können. Bekennt sich ein Betrieb zu den Standards, wird er als „vorbildlicher Ausbilder“ auf der Webseite gelistet und kann mit dieser Auszeichnung selbst werben.
 

Zur DeSH-Ausbildungskampagne

 
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