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Sächsische Waldbesitzer sorgen für weihnachtliche Stimmung im Bundeskanzleramt

Sächsische Waldbesitzer sorgen für weihnachtliche Stimmung im Bundeskanzleramt

Der Weihnachtsbaum für den Ehrenhof des Bundeskanzleramtes ist auf dem Weg aus dem Oberlausitzer Bergland nach Berlin. Die technisch anspruchsvolle Fällung der stattlichen Küstentanne erfolgte in den Vormittagsstunden des 21. November in der Gemeinde Cunewalde. Am 23. November erfolgt der Transport nach Berlin.
Der diesjährige Weihnachtsbaum ist eine etwa 40-jährige Küstentanne (Abies grandis) mit einer Oberhöhe von etwa 15 m. Spender ist die Forstbetriebsgemeinschaft Oberlausitz w.V. / Gemeinde Cunewalde. Die Bereitstellung des Weihnachtsbaumes erfolgt gemeinsam mit dem Sächsischen Waldbesitzerverband, in dem die Gemeinde Cunewalde seit 2013 Mitglied ist.
Kommunaler Waldbesitzer als Spender
Der Baum kommt aus einer Randlage des Gemeindegebietes von Cunewalde. Der Baum stand auf einem Grundstück, welches sich in unmittelbarer Nähe der Mündung des im FFH-Gebiet „Czorneboh“ entspringenden Butterwassers in das Cunewalder Wasser befindet. Dieses Grundstück wurde während der zurückliegenden Hochwasser immer wieder überflutet. Die Gemeinde Cunewalde war von den Hochwassern der letzten Jahre immer wieder stark betroffen und investiert deshalb vermehrt in Hochwasserschutzmaßnahmen, wobei dem Hochwasserschutz durch Wald eine besondere Bedeutung zukommt. Das Areal selbst, eine ehemalige Mühlenanlage, wird zurzeit revitalisiert. Im Zuge dieser Maßnahme werden die Gebäude abgebrochen, die Flächen renaturiert und den Gewässern mehr Raum gegeben.
 
Die Gemeinde Cunewalde ist staatlich anerkannter Erholungsort im Oberlausitzer Bergland. Der kommunale Waldbesitz beträgt etwa 188 ha und wird durch die Forstbetriebsgemeinschaft mit bewirtschaftet.
Warum kommt derWeihnachtsbaum in diesem Jahr aus Sachsen?
Die deutsche Forstwirtschaft begeht in diesem Jahr das 300-jährige Bestehen des Prinzips der forstlichen Nachhaltigkeit. Sachsen ist die Wiege der Nachhaltigkeit. Im Jahr 1713 wurde durch den sächsischen Oberberghauptmann Hannß Carl von Carlowitz zum ersten Mal der Begriff der Nachhaltigkeit geprägt. Carlowitz wollte damit die ökonomischen Grundlagen des damaligen Kurfürstentums Sachsen – bezogen auf den Bergbau und die Forstwirtschaft – für die Zukunft sichern.
Seitdem hat sich der Nachhaltigkeitsgedanke weit über den forstlichen Ansatz hinaus weiterentwickelt. Die Bereitstellung des Weihnachtsbaumes für den Ehrenhof des Bundeskanzleramtes durch die FBG Oberlausitz, die Gemeinde Cunewalde und den Sächsischen Waldbesitzerverband stellt somit einen würdigen Anlass für den Abschluss des Jubiläumsjahres dar.

Sächsischer Waldbesitzerverband

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