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Sachsenforst zieht positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2016

Sachsenforst zieht positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2016

Staatssekretär Herbert Wolff stellte heute (22. März 2017) gemeinsam mit dem Landesforstpräsidenten Professor Hubert Braun die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres 2016 vor. Für das vergangene Jahr konnte Sachsenforst eine gute Bilanz ziehen.

Staatsekretär Herbert Wolff: „Der Staatsbetrieb Sachsenforst feierte im vergangenen Jahr sein 10-jähriges Bestehen und auch die Bilanz für das Wirtschaftsjahr 2016 fiel positiv aus. Sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht als auch beim Waldumbau, in der Waldpädagogik oder bei der Beratung von Waldbesitzern zeigte Sachsenforst seine nachhaltige Leistungsfähigkeit.“
Sachsenforst als Staatsbetrieb wird nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt. Die nachhaltige Produktion und Vermarktung hochwertiger und nachwachsender Holzsortimente aus dem Staatswald erfolgt in einem globalen Wettbewerb. Das Gesamtbetriebsergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Mio. € auf 13,8 Mio. € gesteigert werden (2015: 11,8 Mio. €). „Diese guten Zahlen beruhen zum einen auf einem gestiegenen Holzeinschlag. Zum anderen sind sie das Ergebnis engagierter Mitarbeiter, die in Verbindung mit zahlreichen Forstdienstleistungsunternehmen mit viel Einsatz Tag für Tag den Staatswald in Sachsen bewirtschaften, bewahren und gestalten“, sagte Staatssekretär Wolff.
Die privaten forstlichen Unternehmen erbringen in erheblichem Umfang Leistungen für den Staatswald. So hat Sachsenforst im Jahr 2016 Aufträge im Wert von rund 37,5 Mio. € an über 2.300 Dienstleister, insbesondere im Bereich Holzernte, Waldkalkung, Wegebau und Waldumbau vergeben. Etwa 50 Unternehmen haben ingenieurtechnische Leistungen wie Sachverständigengutachten im Wert von rund 1,1 Mio. € für den Staatsbetrieb erbracht und zum guten Betriebsergebnis beigetragen.
Eine Hauptaufgabe von Sachsenforst ist die nachhaltige und multifunktionale Bewirtschaftung des Staatswaldes. Einen Schwerpunkt bei den Investitionen bildete 2016 auch das langfristig angelegte Waldumbauprogramm des Freistaates Sachsen. „Wir haben im vergangenen Jahr etwa 16 Mio. € vom Landtag bereitgestellte Haushaltsmittel in die Hand genommen und in das Generationenprojekt Waldumbau investiert. Dadurch konnten wir weitere 1.250 ha Wald fit für den Klimawandel machen und den Anteil der Mischwälder erhöhen. Wir zeigen, wie man erfolgreich Natur- und Klimaschutz in die Waldbewirtschaftung integrieren kann“, sagte Sachsenforst-Geschäftsführer Professor Hubert Braun.
Durch Waldpflege und Holzernte stellte Sachsenforst knapp 1,2 Mio. Kubikmeter des nachwachsenden Naturproduktes Holz aus dem Staatswald zur Verfügung – Holz ist weiterhin ein beliebter und nachgefragter Rohstoff, z.B. im Bereich des Hausbaus. Für die Instandsetzung und Pflege der Waldwege, die sowohl der Bewirtschaftung des Waldes als auch der Erholung der Bevölkerung dienen, wurden im letzten Jahr fast 9 Mio. € ausgegeben.
Sachsenforst hat eine Vielzahl weiterer Leistungen für die Gesellschaft erbracht. Sachsenforst informierte zahlreiche der rund 80.000 privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer in knapp 15.000 Beratungsgesprächen über die vielfältigen Möglichkeiten der Waldpflege, der Pflanzung oder der Inanspruchnahme von Fördermöglichkeiten. Auf 5.500 ha wurde der immer noch säurebelastete Waldboden vor allem im Erzgebirge mit finanzieller Unterstützung der EU gekalkt. Mit Hilfe des forstlichen Umweltmonitorings erhebt Sachsenforst eine Vielzahl umweltrelevanter Daten, die die Grundlage für eine ordnungsgemäße Waldbewirtschaftung darstellen.
Umweltbildung und Waldpädagogik sind weitere wichtige Aufgabenbereiche von Sachsenforst. Das Hauptaugenmerk in der waldbezogenen Umweltbildung liegt auf den Kindern und Jugendlichen. In den drei Waldschulheimen, die es in Sachsen seit nun über 25 Jahren gibt, und den weiteren waldpädagogischen Tageseinrichtungen können sie einen umfangreichen Einblick in das Waldökosystem erhalten und so ein fundiertes Verständnis für Sinn und Notwendigkeit der Waldbewirtschaftung entwickeln. Besonders die Waldjugendspiele sind bei Schulen weiterhin ein Renner. An den 66 Veranstaltungen im Jahr 2016 nahmen etwa 6.000 Schülerinnen und Schüler teil.
Sachsenforst trägt im ländlichen Raum Verantwortung für Wald und Natur. Für weit über ein Viertel der Landesfläche (rund 523.000 ha) ist Sachsenforst als Naturraummanager, Dienstleister und Forstbetrieb zuständig. Eigentumsübergreifend werden Aufgaben als Obere Forst- und Jagdbehörde wahrgenommen sowie eine praxisbezogene Ressortforschung durchgeführt. Die Aufgabenvielfalt und eine flächendeckende Organisationsstruktur ermöglichen die Erfüllung von ökologischen, gemeinwohlorientierten und wirtschaftlichen Aufgaben aus einer Hand. Sachsenforst trägt in den Großschutzgebieten für Schutz, Pflege und Entwicklung im Nationalpark Sächsische Schweiz, im Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ sowie in Sachsens größten Naturschutzgebieten „Königsbrücker Heide“ und „Gohrischheide und Elbniederterrasse Zeithain“ in besonderer Weise Verantwortung für den Naturschutz.
 

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