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Sachsenforst zieht positive Bilanz des Geschäftsjahres 2015

Sachsenforst zieht positive Bilanz des Geschäftsjahres 2015

Ein gutes Jahr für Wald und Forstwirtschaft in Sachsen

„Die Mitarbeiter von Sachsenforst haben auch im Jahr 2015 ihre verschiedensten Aufgaben erfolgreich erfüllt. Sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht, als auch beim Waldumbau, bei der Beratung von Waldbesitzern oder in der Waldpädagogik – um nur einige Bereiche zu erwähnen“, das sagte Staatsminister Thomas Schmidt am 23. März bei der Vorstellung der Ergebnisse des Geschäftsjahres 2015 des Staatsbetriebes Sachsenforst.

Die Rahmenbedingungen für Sachsenforst waren im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr anspruchsvoll. Wärme und Trockenheit machten dem Wald sehr zu schaffen, die Holzvermarktung war ebenso herausfordernd wie der Waldumbau zur Anpassung an den Klimawandel. Dennoch wurden die zu Beginn des Jahres gesteckten naturalen und finanziellen Ziele erreicht, teilweise auch übertroffen.

Die Arbeit von Sachsenforst findet in einem Spannungsfeld statt.

„Unser Wald ist unentbehrlich für den Wasser-, Boden- und Klimaschutz, liefert den nachwachsenden und begehrten Rohstoff Holz, dient der Erholung der Bevölkerung, ist aber zugleich ein komplexes Ökosystem, in dem seltene Tier- und Pflanzenarten leben. Nicht zuletzt bietet der Wald Arbeit und Einkommen vor allem im ländlichen Raum Sachsens“, so der Minister. „All diese Waldfunktionen müssen durch die Forstleute und Waldbesitzer nachhaltig gesichert werden“. Gleichzeitig werden von Sachsenforst private und körperschaftliche Waldbesitzer beraten und betreut, Aufgaben in der Umweltbildung, der Aus- und Fortbildung oder als obere Forst- und Jagdbehörde wahrgenommen und Ressortforschung durchgeführt. Auf der anderen Seite wird Sachsenforst als Staatsbetrieb nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gesteuert – die nachhaltige Produktion und Vermarktung hochwertiger Holzsortimente aus dem Staatswald geschieht in einem globalen Wettbewerb mit vielen Marktteilnehmern.

Die 1.233 Hektar Waldumbaufläche tragen dazu bei, den Staatswald fit für die Zukunft und den fortschreitenden Klimawandel zu machen. „Wir haben im vergangenen Jahr über 19 Millionen Euro in den Waldumbau und weitere Naturschutzleistungen im Staatswald investiert. Wir zeigen, wie man erfolgreich Naturschutz in die Waldbewirtschaftung integrieren kann“, fasst Sachsenforstchef Prof. Hubert Braun zusammen. Daneben wurden über 500 Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Erholungsfunktion umgesetzt – das umfasst das Aufstellen von Hinweisschildern ebenso wie die Pflege des Erholungswegenetzes auf mehr als 470 km Länge. Bei waldpädagogischen Veranstaltungen wurden rund 75 000 Kinder, aber auch Erwachsene über den Wald und die Forstwirtschaft informiert. Auch im privaten Waldbesitz ist Sachsenforst aktiv: Um auch hier eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung zu sichern, wurden knapp 15.000 Beratungsgespräche sowie 225 Aus- und Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt.

Gleichzeitig war Sachsenforst wirtschaftlich erfolgreich.

„Wir konnten im vergangenen Jahr etwa 1,1 Millionen Kubikmeter des nachwachsenden Rohstoffes Holz im Staatswald ernten und vermarkten. Damit haben wir etwa 60 Prozent des jährlichen Zuwachses abgeschöpft“, so die Bilanz Brauns. Rund drei Viertel des Holzeinschlages werden dabei durch private Forstunternehmer durchgeführt. Den Gesamterlösen von knapp 134 Millionen Euro aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Zuschüssen aus Haushaltsmitteln zur Abdeckung öffentlicher Leistungen stehen Kosten von 120 Millionen Euro gegenüber. Die Stürme Niklas und Eckhardt, der trockenheiße Sommer und Nassschnee im Oktober boten im letzten Jahr einen Eindruck von den zunehmenden Witterungsextremen. Dazu kamen größere Schadholzmengen im Dreiländereck Österreich, Tschechien und Bayern. „Sowas spüren wir auch in Sachsen – der Holzmarkt wirkt überregional“, erläutert Sachsenforstchef Braun.

Auch für 2016, das Jahr in dem Sachsenforst sein zehnjähriges Jubiläum feiert, zeigt sich Minister Schmidt optimistisch: „Dem Ökosystem Wald geht es gut, der sächsische Wald ist als Erholungsort beliebt, der nachwachsende Rohstoff Holz ist begehrt, auch wenn im Vergleich zu den Vorjahren geringere Holzpreise erwartet werden. Das sind insgesamt gute Voraussetzungen für ein weiteres erfolgreiches Jahr bei Sachsenforst!“
 

SMUL

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