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Sachsenforst und der Sächsische Bergsteigerbund intensivieren die Zusammenarbeit

Sachsenforst und der Sächsische Bergsteigerbund intensivieren die Zusammenarbeit

Sachsenforst und der Sächsische Bergsteigerbund (SBB) haben am 15. Juni 2016 im Rahmen einer Feierstunde im Vereinszentrum des SBB über 40 Freiwillige als Gipfelbetreuer berufen.

Die Freiwilligen übernehmen damit künftig im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz, also außerhalb der Nationalparkgrenzen, die Patenschaft für einen Klettergipfel oder eine Gipfelgruppe im Staatswald des Forstbezirkes Neustadt. Inbegriffen ist beispielsweise das Klettermekka Bielatal. Die Gipfelbetreuer werden in Zukunft dafür sorgen, dass sich „ihr“ Gipfel und deren Zugänge in einem guten und sauberen Zustand befinden.
Im Vorfeld hat die gemeinsame Arbeitsgruppe „Freischneiden“ eine Vielzahl von Gipfeln und Zustiegen von Bäumen und Bewuchs freigeschnitten. Nach Einweisung durch die Nationalparkverwaltung und den Forstbezirk Neustadt ist es den Gipfelbetreuern in Abstimmung mit der AG Freischneiden und dem zuständigen Revierförster unter anderem erlaubt, Erdauflagen und kleine Bäume an den betreuten Felsen zu entfernen, um dem Fels eine Chance zum Abtrocknen zu geben und Kletterwege und deren Zustiege wieder attraktiver zu machen.
Alexander Nareike (1. Vorsitzender des SBB) und Prof. Dr. Hubert Braun (Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sachsenforst) hoben in ihren Grußworten die Bedeutung der Arbeit der neu berufenen Gipfelbetreuer hervor.
Gute Zusammenarbeit
Der Forstbezirk Neustadt, die Nationalparkverwaltung und der SBB arbeiten schon seit Jahren vertrauensvoll zusammen. Basis der gemeinsamen Zusammenarbeit ist eine Rahmenvereinbarung zu Bergsport und Naturschutz in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz, die zwischen den Bergsportverbänden sowie Sachsenforst seit dem Sommer 2008 existiert. Braun betonte: „Ich freue mich, dass wir über 40 neue Gipfelbetreuer in unseren Reihen haben. In unserer Zusammenarbeit mit dem SBB ist das ein Meilenstein. Das freiwillige Engagement für die Bergwelt der Sächsischen Schweiz ist die beste Voraussetzung dafür, dass Klettersport und Schutz der Felsenlandschaft auch künftig Hand in Hand gehen.“
Der Klettersport beiderseits der Elbe hat eine lange Tradition. Nareike: „Klettern ist traditionell eine Natursportart und hat nur im Einklang mit der Natur eine dauerhafte Chance. Das Vertrauen von Sachsenforst in den SBB und dessen ehrenamtliche Gipfelbetreuer ist wegweisend. Die Partnerschaft zwischen beiden ist der richtige Weg für den Naturschutz und den Klettersport in der Natur.“
Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz
Das Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz ist 287 Quadratkilometer groß und umschließt den Nationalpark mit seiner Fläche von 93 Quadratkilometer. Beide zusammen bilden die Nationalparkregion. Das Landschaftsschutzgebiet reicht links der Elbe von der Staatsgrenze bei Rosenthal im Süden bis Pirna im Norden, rechtselbisch von Hinterhermsdorf bis Lohmen.
Die Nationalparkverwaltung ist für beide Schutzgebiete die zuständige Naturschutzfachbehörde. Im Nationalpark befinden sich 755 Klettergipfel, im Landschaftsschutzgebiet 370.
Das Klettern in der Sächsischen Schweiz erfolgt nach den schon über 100 Jahre alten Sächsischen Kletterregeln, die von Anfang an den Zweck hatten, die sensible Felsoberfläche zu schützen, und seither immer weiterentwickelt wurden.
 
Staatsbetrieb Sachsenforst

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