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Sachsenforst: Umfassende Evaluation abgeschlossen

Sachsenforst: Umfassende Evaluation abgeschlossen

„Die Evaluation des Sachsenforstes bestätigt, dass der Staatsbetrieb den wesentlichen forst- und umweltpolitischen Zielen der Staatsregierung gerecht wird und in der jetzigen Rechtsform gut aufgestellt ist“, sagt Forstminister Frank Kupfer am 15. Mai anlässlich der Vorstellung des Ergebnisberichtes im Kabinett. „Die Ergebnisse sind eine gute Grundlage für die weitere strategische Entwicklung und Optimierung des Sachsenforstes. Sie zeigen zudem, dass sich die Kommunalisierung forstpolizeilicher Aufgaben als tragfähig erwiesen hat.“ Die Evaluierung des Staatsbetriebes zum Stichtag 31. Dezember 2010 war bei der Bildung des Sachsenforstes festgelegt worden.

„Wir werden die Empfehlungen der Evaluation prüfen und daraus ein Umsetzungskonzept erarbeiten“, so der Forstminister. Neben der empfohlenen Stärkung der unternehmerischen Ausrichtung bei der Landeswaldbewirtschaftung werden dabei vor allem auch die umfangreichen Leistungen des Sachsenforstes für die Gesellschaft und den Freistaat Sachsen beleuchtet: Der Waldumbau, die Bodenschutzkalkung, Maßnahmen des Naturschutzes, die forstliche Forschung sowie die Beratung,  Betreuung und Förderung privater, kommunaler und kirchlicher Waldbesitzer.

Entsprechend dem Leitbild des Sachsenforstes „Bewirtschaften, Bewahren, Gestalten“ soll der Aufgabenmix aus betrieblichen und behördlichen Aufgaben rund um Wald, Forstwirtschaft und Großschutzgebiete im Freistaat Sachsen weiterhin kompetent aus einer Hand gesteuert werden. Dabei sind unter anderem Herausforderungen wie zunehmende Klima- und Umweltveränderungen, höhere Ansprüche der Gesellschaft an den Wald, eine weiter steigende Holznachfrage und zurückgehende Personalressourcen zu meistern.

Hintergrund:

Der Sachsenforst ist die Forstverwaltung des Freistaates Sachsen und wurde zum 1. Januar 2006 gegründet. Eine dezentral organisierte Struktur mit zwölf Forstbezirken, drei Schutzgebietsverwaltungen und einer Zentrale im Pirnaer Ortsteil Graupa ermöglicht ein effektives Flächenmanagement für 523 782 Hektar Wald in Sachsen, darunter 205 100 Hektar Landeswald. 1 361 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 138 Auszubildende (Stand: 31. Dezember 2011) erfüllen ökologische, gemeinwohlorientierte und wirtschaftliche Aufgaben.

Wesentliche Aufgaben sind die forstfachliche Beratung und Betreuung der über 85 000 privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer in Sachsen, die Bewirtschaftung des Landeswaldes und die Zuständigkeit für die bedeutendsten Großschutzgebiete Sachsens (Nationalpark Sächsische Schweiz, Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, Naturschutzgebiete Königsbrücker Heide und Gohrischheide/Elbniederterasse Zeithain). Ein Kompetenzzentrum Wald und Forstwirtschaft dient als praxisbezogene Versuchs- und Forschungseinrichtung. Darüber hinaus fungiert der Sachsenforst als Obere Forst- und Jagdbehörde im Freistaat Sachsen und erfüllt Aufgaben der forstlichen Umweltbildung und Waldpädagogik.

 

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