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In der Dresdner Heide wurden 456 Wertholzstämme für insgesamt 225.944 € verkauft – es gab ein hohes Interesse der Holzbranche für hochwertiges Holz.

Sachsenforst: Sehr gute Preise für sehr gutes Holz

In der Dresdner Heide wurden heute (22.1.2020) 456 Wertholzstämme für insgesamt 225.944 € verkauft. Der durchschnittliche Erlös von 343 €/Fm spiegelt das hohe Interesse der Holzbranche für hochwertiges, nachhaltig gewachsenes Holz wider.

„Für die sächsischen Waldbesitzer ist dies gerade in der aktuellen schwierigen Situation ein hilfreiches Ergebnis“, sagt Thomas Rother, Leiter der Abteilung Forstbetrieb im Sachsenforst. Diese haben in den vergangenen zwei Jahren unter den massiven Schäden gelitten, welche durch Sturm, Trockenheit und Schadinsekten verursacht wurden. Höhere Kosten für die Holzaufarbeitung, eine rasche Entwertung des Nadel- und Laubholzes sowie geringe Holzpreise sorgten für ein Loch in den Kassen der Waldbesitzer.

Mit der Säge- und Wertholzsubmission unterstützt Sachsenforst die privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer, damit sie ihr Holz höchster Qualität auch zu Spitzenpreisen veräußern können. Auf diese Erlöse sind die Waldbesitzer derzeit auch dringend angewiesen, damit sie umfangreiche Waldsanierungen und die notwendige Wiederbewaldung durchführen können.

Utz Hempfling, Landesforstpräsident und Geschäftsführer von Sachsenforst, sieht hierin auch einen generationenübergreifenden Auftrag: „Besonders erfreulich ist, dass hochwertiges, seit mehreren Generationen gewachsenes Holz eine sehr hohe Wertschöpfung erfährt.“ Aus den angebotenen Hölzern werden langlebige Möbel, Musikinstrumente und Furniere hergestellt.

Den höchsten Holzerlös je Festmeter erzielte dieses Jahr ein Stieleichenstamm aus einem Kirchenwaldbetrieb im Forstbezirk Oberlausitz. Für insgesamt 2.241 € (1.278 €/Fm) erwarb ein Käufer aus Nagold (Baden-Württemberg) die sogenannte „Braut der Submission“, einen 81 cm starken und 3,7 m langen Stamm.

Ergebnisübersicht

Auf der diesjährigen Submission wurden Einzelstämme von 20 unterschiedlichen Baumarten angeboten. Vor allem Stiel- und Traubeneichen (371 Fm) trugen zur insgesamt angebotenen Menge von 664 Fm Wertholz maßgeblich bei. Mit 80 Fm dominierte die Lärche das Nadelwertholz. Die überwiegende Menge des Wertholzes auf der Submission (396 Fm) wurde aus dem sächsischen Privatwald geliefert. Daneben stammen 8 % aus Körperschaftswäldern, 14 % aus Kirchenwäldern und 18 % von Sachsenforst.

Im Vergleich zum Vorjahr sank der durchschnittliche Erlös je Festmeter um circa 20 % auf 343 €/Fm. Bei gleichbleibend hohen Preisen für die Spitzenqualitäten resultiert der zurückgegangene Durchschnittspreis aus nachlassendem Interesse für die „Durchschnitts-Hölzer“.

Die angebotenen Stämme des Bergahorn konnten für 472 €/Fm verkauft werden. Wie bereits in den Vorjahren liegt Eichenholz stark im Trend. Für das angebotene Stiel- und Traubeneichenholz haben die Käufer im Durchschnitt 455 €/Fm gezahlt. 38 Fm Esche wurden mit einem Durchschnittspreis in Höhe von 205 €/Fm verkauft. Seltene Hölzer erzielten ebenso Spitzenpreise. Ein Zuckerahorn fand für 839 €/Fm einen Käufer.

Im Nadelholzbereich erreichte die Lärche die höchsten Preise von durchschnittlich 200 €/Fm. Für Fichtenholz höchster Qualität wurde 144 €/Fm gezahlt.

25 Sägewerke, Handwerksbetriebe und Furnierwerke aus Deutschland, Tschechien und der Niederlande beteiligten sich an dem Meistgebotstermin. Lediglich 5 Stämme fanden keinen Abnehmer. Diese werden im Nachgang durch den Forstbezirk Dresden verkauft.

Sachsenforst/Red.

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