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Sachsenforst: Holz ist der Rohstoff der Zukunft

Sachsenforst: Holz ist der Rohstoff der Zukunft

Holz ist der Rohstoff der Zukunft – diesbezüglich waren sich die 260 Teilnehmer aus Wissenschaft, Forst- und Holzwirtschaft und Behörden der am 25. März stattgefundenen Tagung „Tag des Staatsbetriebes Sachsenforst“ in Dresden-Pillnitz einig.

Sachsenforst Geschäftsführer Prof. Dr. Hubert Braun fasste zusammen: „Im ökologischen und nachwachsenden Rohstoff Holz stecken aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften bisher nur unzureichend erkannte oder bereits angewandte technische Innovationspotenziale. Diese müssen weiter erforscht werden, um dem Nachfrageboom nach Holz durch verringerten Rohstoffverbrauch effektiv zu begegnen.“ Wärme, Strom und Kraftstoffe aus Holz konkurrieren zunehmend gegenüber den bisherigen Verwendungsbereichen für Schnittholz, Holzwerkstoffe sowie für die Zellstoff- und Papierindustrie. „Das hat den Holzmarkt zwar zur Freude der Waldbesitzer und Forstdienstleistungsunternehmen belebt, auf lange Sicht müssen wir jedoch mit einem weiter steigenden Holzbedarf und einer Rohstoffunterversorgung rechnen.“

„Bundesweit geplante zusätzliche Stilllegungen von Waldflächen aus Naturschutzgründen lehnen wir deshalb ab“, so Braun. „Biotopschutzmaßnahmen oder die Anreicherung von Totholzvorräten integrieren wir in eine naturnahe Waldbewirtschaftung.“ Waldflächen ohne jegliche forstliche Maßnahmen werden in den sächsischen Großschutzgebieten wie dem Nationalpark Sächsische Schweiz oder dem Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide vorgehalten.

Der Staatsbetrieb Sachsenforst bewirtschaftet mit 202000 ha Wald rund 38 % der sächsischen Waldfläche. Jährlich werden aus dem Staatswald aus ordnungsgemäßer und nachhaltiger Forstwirtschaft 1 Mio. m³ Holz zur Verfügung gestellt. Das auf jährlich 2 Mio. m³ geschätzte Holzaufkommen aller sächsischen Waldbesitzer deckt lediglich die Hälfte der Holzverarbeitungskapazitäten in Sachsen. 

SBS

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