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Sachsenforst: Der Wald bei jungen Forstleuten in guten Händen

Forstinspektoranwärter starten ihre Ausbildung zum Revierförster bei Sachsenforst

Sieben Frauen und dreizehn Männer streben an, in einem Jahr den Titel  als Forstinspektorin oder Forstinspektor tragen zu dürfen. Alle Forstinspektoranwärter stellen sich seit dieser Woche der Herausforderung, die vielseitigen Anforderungen des gehobenen Forstdienstes vorbildlich und nachhaltig zu erlernen. Dafür werden sie tatkräftig durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Forstbezirken und der Geschäftsleitung von Sachsenforst geschult. Der forstliche Lehrplan ist prall gefüllt: Standortskunde, Waldbau und Naturschutz sind nur einige der Schwerpunkte, die in den kommenden Monaten bearbeitet werden. Die hoheitlichen Aufgaben der unteren Forstbehörden werden in einem weiteren Ausbildungsblock in den Landkreisen/kreisfreien Städten vermittelt.

Die Anwärterstellen bei Sachsenforst haben Konjunktur. Über 120 Bewerbungen sind in den letzten Monaten bei Sachsenforst für die 20 Ausbildungsstellen eingegangen. Voraussetzung für eine Einstellung als Forstinspektoranwärter ist ein Bachelor-Abschluss an einer Universität oder Fachhochschule. In der einjährigen Ausbildung wird das im Studium erworbene Fachwissen um praktische Erkenntnisse der Forstwirtschaft ergänzt. Die zukünftigen Förster müssen sich unter anderem in der fachgerechten Planung und Durchführung der Wald- und Wildbewirtschaftung, der Personalführung von Forstwirten, aber auch in der Waldpädagogik beweisen.

Der große Stellenwert der Inspektoranwärter wird nicht zuletzt durch eine Verbeamtung während der einjährigen Ausbildungszeit deutlich. Die zukünftigen Aufgaben sind wichtig und von grundsätzlicher Bedeutung. „Wir sind sehr froh, dass wir junge und zugleich engagierte Menschen professionell auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereiten dürfen“, sagt der Personalchef von Sachsenforst, Mike Eller. „Sie bereichern Sachsenforst nicht nur mit ihrem aktuellen Fach- und Methodenwissen, sondern verjüngen auch unsere Personalstruktur. Ganz so wie wir die Verjüngung unserer Waldbestände auch forcieren.“

Der Vorgängerjahrgang hat es den jetzigen Anwärtern vorgemacht. Alle 20 Absolventen haben die umfangreichen Prüfungen zum gehobenen Forstdienst bestanden. Neben einem schriftlichen und einem mündlichen Teil in insgesamt sieben Prüfungsgebieten stand auch eine praktisch orientierte Waldprüfung im Forstrevier Reinhardtsdorf (Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge) auf dem Prüfungsplan. Die Prüflinge mussten so ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, auch unter schwierigen Bedingungen den hohen Ansprüchen einer nachhaltigen und fachgerechten Waldbehandlung gerecht zu werden.

Die Absolventen mussten sich unter anderem mit der komplexen und langfristigen Planung eines Laub-Nadel-Mischwaldes im Rahmen des Waldumbaus auseinandersetzen. Elf Absolventen konnten die Aufgaben so gut lösen, dass sie bei Sachsenforst weiterbeschäftigt werden können. Für alle anderen sind die Aussichten auf eine Beschäftigung im Forst- und Holzsektor außerordentlich gut. Durch die vertieften Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten sind die frischen Förster nun gefragte Fachkräfte auf dem forstlichen Arbeitsmarkt. Private und körperschaftliche Unternehmen sind genauso wie die Holzindustrie auf der Suche nach gut ausgebildeten und motivierten Forstexperten.

Sachsenforst

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