Waldschutz

Sachsen zahlt höhere Festbeträge für Pflanzgut

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Am Dienstag hat Sachsens Kabinett entschieden, bei der Förderung von Waldumbau und Erstaufforstung die Festbeträge insbesondere für Pflanzgut zu erhöhen. Hierfür wurde die Förderrichtlinie für Wald und Forstwirtschaft (RL WuF/2020) geändert.

Forstminister Wolfram Günther sagte, die Borkenkäferkatastrophe zeige, dass man einen Waldumbau hin zu klimastabilen, struktur- und artenreichen Wäldern brauche. Große Schadflächen müssen wieder aufgeforstet werden. Daher sei es folgerichtig, die Fördersätze bei steigenden Kosten zu erhöhen. Bei der Verabschiedung der Förderrichtlinie im letzten Jahr habe man zugesagt, die Festbeträge jährlich an die tatsächlichen Kosten anzupassen. Insbesondere die gestiegenen Preise für Pflanzgut schlagen sich in der jetzigen Erhöhung nieder.

Anpassung an Kosten

Seit Inkrafttreten der Richtlinie für Wald und Forstwirtschaft im September 2020 bis zum 13. September 2021 wurden 496 Anträge für Waldumbaumaßnahmen auf einer Fläche von 836 Hektar eingereicht – ganz überwiegend zur Wiederbewaldung von Borkenkäferschadflächen. Dafür wurden bisher 900.000 € ausgezahlt. Insgesamt stehen in diesem Jahr 3,7 Mio. € Euro für den Waldumbau zur Verfügung. Gut die Hälfte der Antragstellerinnen und Antragsteller haben einen Waldbesitz unter 50 Hektar.

Unterstützung für den Waldschutz

Neben dem Waldumbau auf den Schadflächen unterstützt der Freistaat weiterhin die schnelle Sanierung des Borkenkäferbefalls. Die Massenvermehrung der Käfer sei in einigen sächsischen Regionen ungebrochen und der Schadfortschritt teilweise dramatisch.

2021 werde man voraussichtlich bis zu 13 Millionen Euro für die Unterstützung der notwendigen Waldschutzmaßnahmen brauchen, so Günther. Die Mittel des Bundesprogramms „Gemeinschaftsaufgabe für Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK) reichen dafür bei weitem nicht aus. Deshalb nutze man Geld aus einem Sondervermögen, das extra für die Belastungen durch die Sturm- und Borkenkäferschäden im sächsischen Haushalt gebildet wurde.

Quelle: SMEKUL