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Sachsen: Sommerliche Temperaturen lassen Waldbrandgefahr steigen

Wie der Deutsche Wetterdienst (Abteilung Agrarmeteorologie) mitteilt, werden auch über das Wochenende die hochsommerlichen Temperaturen anhalten. Damit steigt die Waldbrandgefahr im gesamten Freistaat Sachsen, insbesondere aber in den nördlichen Landesteilen an. Hier wird nach jetziger Einschätzung eine hohe und sehr hohe Waldbrandgefahr für die kommenden Tage prognostiziert.
Eine Umstellung der Wetterlage mit Niederschlägen, die die Waldbrandgefahr mildern, ist erst nach dem Wochenende in Sicht, aber auch dann ist noch offen, ob es eine durchgreifende Reduzierung der Waldbrandgefahr gibt.
Erhöhte Wachsamkeit geboten
Gerade bei diesen hochsommerlichen Temperaturen lädt der Wald zur Erholung ein. Schatten und kühle Temperatur machen hier den Hochsommer für viele Menschen leichter erträglich. „Ich bitte alle Waldbesucher um erhöhte Wachsamkeit und darum, die gängigen Verhaltensregeln im Wald einzuhalten, damit wir von größeren Waldbränden verschont bleiben“, so der Landesforstpräsident Prof. Dr. Hubert Braun.
Der Umgang mit offenem Feuer im Wald und in einem Umkreis von 100 m außerhalb des Waldes ist unabhängig von der aktuellen Waldbrandgefahrenstufe ganzjährig verboten und bedarf im Einzelfall einer Genehmigung der zuständigen Forstbehörde. Wichtig ist zudem, dass die Zufahrtswege zu den Waldgebieten nicht mit Fahrzeugen blockiert werden, da die Waldwege Rettungswege für Feuerwehren und Krankenfahrzeuge sind und zudem der Holzabfuhr dienen.
 
Kiefernwälder besonders waldbrandgefährdet
Insbesondere die ausgedehnten Kiefernwälder in Nordsachsen sind von Natur aus waldbrandgefährdet. Die überwiegend sandigen Böden verfügen über eine geringe Wasserspeicherfähigkeit. Zudem fallen in diesen Regionen geringere Niederschlagsmengen als in den südlichen Landesteilen. Auf diese Regionen konzentriert sich die Überwachung mit einem automatischen Waldbrandfrüherkennungssystem durch die unteren Forstbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte.
Generell stellt sich die Waldbrandsituation im Freistaat aber bislang entspannter dar, als im trockenheißen Sommer 2015. Im letzten Jahr hat es zum gleichen Zeitpunkt bereits 107 Mal im Wald gebrannt, betroffen waren rund 12 ha Waldfläche. Bis jetzt wurden 25 Brände mit einer betroffenen Fläche von 1,7 ha registriert.
Landesforstpräsident Braun betont auch die waldbaulichen Anstrengungen der sächsischen Förster und Waldbesitzer: „Mit unserem umfangreichen Waldumbauprogramm wollen wir langfristig Kiefernreinbestände in strukturierte Mischbestände aus Laub- und Nadelbaumarten überführen. Diese Maßnahme dient auch dem vorbeugendem Waldbrandschutz, denn die Laubbäume sorgen mit ihrem Kronendach dafür, dass der Waldboden durch die intensive Sonneneinstrahlung nicht so schnell austrocknet.“
Zuständigkeiten im Rahmen der Waldbrandüberwachung
Für die Waldbrandüberwachung sind in Sachsen die Landkreise und kreisfreien Städte zuständig und können Regelungen erlassen, die dem vorbeugenden Waldbrandschutz dienen. Im Einzelfall kann dies auch zu Einschränkungen für Waldbesucher bis hin zu einem Betretungsverbot von besonders waldbrandgefährdeten Wäldern führen. Eine solche Sperrung des Waldes dient sowohl dem Schutz der Waldbesucher als auch dem Schutz des Waldes vor Bränden. Zu beachten sind hier die gesonderten Veröffentlichungen und Bekanntmachungen der Landkreise und kreisfreien Städte.
Weitere Informationen zur aktuellen Waldbrandsituation gibt es unter www.sachsenforst.de oder www.dwd.de/waldbrand.
 

Waldbrandsituation aktuell beim DWD

 
Sachsenforst, DWD

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