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Sachsen: Rote Liste und Artenliste der Pilze erschienen

Sachsen: Rote Liste und Artenliste der Pilze erschienen

In der Roten Liste und Artenliste der Pilze in Sachsen sind 5.360 Pilzarten erfasst. Diese große Artenzahl zeigt den guten Erfassungsstand der Pilzflora in Sachsen. Mehr als 50 % der Pilzarten in Sachsen, nämlich 2.650 Arten, werden in der Roten Liste einer Gefährdungskategorie zugeordnet.
Pilze sind aufgrund ihrer vielfältigen Funktionen wie beispielsweise Substratzersetzung, Mykorrhizabildung oder Parasitierung für das Ökosystem von großer Bedeutung.
Der starke Rückgang und die Gefährdung von Pilzen weisen auf die Dringlichkeit des Pilzschutzes und damit des Schutzes der Lebensräume hin.
Auf Wiesen und Weiden wurden 221 Pilzarten gefunden, die in die Rote Liste aufgenommen werden mussten. Davon sind 52 Arten vom Aussterben bedroht, 34 sind bereits ausgestorben.
In Wäldern sind viele Holz bewohnende Pilzarten an einen Reichtum an Strukturen, an Alt- und Totholz gebunden, den die meisten Wirtschaftswälder nicht bieten. Hierfür sind Schutzgebiete mit verminderter Bewirtschaftung oder Naturwälder nötig. Viele Pilzarten, die über die Mykorrhiza im Boden mit Baumarten in Kontakt stehen, sind ebenfalls zurückgegangen. Sie sind auf die Erhaltung der Waldbodenvegetation angewiesen.
Die Rote Liste und Artenliste der Pilze in Sachsen kann beim Zentralen Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung, E-Mail: publikationen@sachsen.de, Tel. 0351 2103-671, kostenfrei bezogen werden.
Sächsisches Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

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