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Sachsen: PEFC-Zertifikat bestätigt

Sachsens Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Frank Kupfer hat am 26. August 2011 in Hirschfeld (Landkreis Mittelsachsen) das PEFC-Zertifikat für vorbildlich bewirtschafteten Wald in Sachsen in Empfang genommen.
Für den Freistaat ist es nach 2001 und 2006 die dritte Auszeichnung mit dem PEFC-Zertifikat (Programme for the Endorsement of Forest Certifikation Schemes), das für eine ökologisch, ökonomisch sowie sozial hochwertige und nachhaltige Waldbewirtschaftung steht. „Das Zertifikat erhält gerade im Internationalen Jahr der Wälder, zu dem 2011 von den Vereinten Nationen erklärt wurde, besonderes Gewicht“, so Kupfer.

In Sachsen koordiniert die regionale PEFC-Arbeitsgruppe die Umsetzung der Richtlinien seit dem Jahr 2001. Bis August 2011 hat sich der Anteil zertifizierter Wälder im Freistaat auf 57 % der Waldfläche (297665 ha) erhöht. Beteiligt sind 65 Forstbetriebe und vertreten alle Waldeigentumsarten. Der Staatsbetrieb Sachsenforst ist mit seiner gesamten Waldfläche (rund 202000 ha) der größte teilnehmende Forstbetrieb.

Generell besteht für sächsische Waldbesitzer die Möglichkeit, sich mit ihrer Waldfläche an dem Prozess der freiwilligen Zertifizierung nach PEFC zu beteiligen. Dafür verpflichten sich die Eigentümer unter anderem, auf ihren Flächen vor allem Mischbestände mit standortgerechten Arten wachsen zu lassen. Außerdem verzichten sie auf Kahlschläge und Düngungen zur Ertragssteigerung. Zudem sollten bei der Bewirtschaftung biologische Öle in Maschinen verwendet und Pflanzenschutzmittel nur im Notfall eingesetzt werden.

Das Zertifikat gibt es auch für Holz verarbeitende Betriebe, die zertifiziertes Holz verwenden. Am Ende der Verarbeitungskette erhalten die Verbraucher mit dem Gütesiegel die Garantie, durch den Kauf der zertifizierten Produkte einen Beitrag zum Erhalt und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder zu leisten.

SMUL

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