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Sachsen: Hohe Nachfrage an Sägerundholz

Die für Holzerntemaßnahmen sehr günstige Witterung, speziell im ersten Quartal, ermöglichte im Staatswald einen überproportionalen Hiebsfortschritt mit einem entsprechenden Rundholzbestand im Wald. Die in diesem Zeitraum auftretenden Wärmeperioden waren zu kurz, um aus Sicht des Waldschutzes kritisch zu sein. Die im Staatswald aufbereiteten Rundholzbestände sind vollständig vertraglich gebunden und werden im Rahmen der mit den Kunden vereinbarten monatlichen Lieferkontingente übernommen. Teilweise bestand bzw. besteht seitens der Abnehmer – insbesondere im Bereich Sägeholz – Interesse an einer vorfristigen Abnahme.
Die Nachfrage der Sägeholz-Großkunden ist weiterhin hoch. Regelmäßige Anfragen von Kunden mit denen Lieferverträge bestehen als auch von Kunden, mit denen gegenwärtig keine Lieferungen vereinbart sind belegen dies. Regional kaufende Kleinbetriebe, die im
Bauholzbereich tätig sind, zeigen eine im Vergleich weniger rege Nachfrage. Die Preise für den Verkauf von Nadelsägeholz durch Sachsenforst lagen für die Leitsortimente Fichte B/C 2b bzw. Kiefer B/C 2b bei einem Durchschnittswert von etwa 96 €/Fm bzw. 73 €/Fm. Schwache Nadelsägeholz-Abschnitte werden im Mittel für ca. 64 €/Fm verkauft.
Aufgrund der allgemein bekannten wirtschaftlichen Probleme bei der Sägeindustrie besteht trotz des Einkaufsinteresses bei evtl. neuen Vertragsabschlüssen kaum eine Möglichkeit, das bisherige Preisniveau beizubehalten. Der geringe Anfall an Laubsägerundholz lässt keine repräsentativen Durchschnittspreisangaben zu.
Die Holzwerkstoff- und Zellstoffindustrie berichtet einerseits von einer überdurchschnittlichen Rund- bzw. Restholzversorgung, die in Verbindung mit der schwierigen Absatzsituation zu einem Preisrückgang führte. Das Industrieholz in F/K-Qualitäten wird von Sachsenforst gegenwärtig zu einem Durchschnittspreis von etwa 26,50 €/Rm verkauft.
Das Sortiment Schleifholz wird gegenwärtig aufgrund der geringen Nachfrage nicht aufbereitet. Stattdessen ergeben sich wirtschaftlich attraktive ompensationsmöglichkeiten
durch die Nachfrage nach schwachen Sägeholzabschnitten.
Holz Journal/Sachsenforst

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