Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Sachsen: Ernährungs-Check bei Waldbäumen

Sachsen: Ernährungs-Check bei Waldbäumen

Die Zapfenpflücker von Sachsenforst ernten nicht nur Saatgut von Waldbäumen, sondern steigen derzeit auch im Dienste der forstlichen Forschung in die Kronen, um an Blätter und Nadeln für Nährstoffanalysen zu kommen.
 
Die ausgewählten Bäume stehen an festen Rasterpunkten für die Bodenzustandserhebung (BZE). An diesen Punkten werden in mehrjährigem Abstand neben Bodenproben auch Blatt- und Nadelproben der Bäume entnommen und nach einem bundesweit einheitlichen Verfahren untersucht und ausgewertet.
 
Labormitarbeiter des Kompetenzzentrums für Wald und Forstwirtschaft in der Zentrale von Sachsenforst in Graupa analysieren die von den Zapfenpflückern geernteten Blätter und Nadeln. Unter anderem untersuchen die Forscher, ob sich der erhoffte positive Effekt der Bodenschutzkalkungen in den sächsischen Mittelgebirgslagen auch am Ernährungszustand der Bäume belegen lässt.
 
Um ausreichend Datenmaterial für statistisch abgesicherte Vergleiche zwischen gekalkten und ungekalkten Flächen zu bekommen, muss eine genügend große Zahl von Probepunkten untersucht werden. Die Punkte der bundesweiten Bodenzustandserhebung (BZE) im 8×8-Kilometer-Raster sind dafür nicht ausreichend. Deshalb werden die BZE-Punkte in Sachsen derzeit auf ein 4×4-Kilometer-Raster verdichtet, das zugleich auch der jährlichen Waldzustands­erhebung dient. In diesem Sommer werden an diesen Verdichtungspunkten Blattproben von etwa 150 Laubbäumen und Lärchen genommen.
 
Im Winter müssen sie bei weniger angenehmen Temperaturen nochmals an die Arbeit. Dann werden weitere 400 Nadelbäume (hauptsächlich Fichten) beerntet. Die Ergebnisse der Laboranalysen und die daraus abgeleiteten Erkenntnisse sind im nächsten Jahr zu erwarten.
SBS

Auch interessant

von