Forstpolitik

Sachsen erhöht Förderung für Waldumbau und Erstaufforstung

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Die sächsische Staatsregierung hat am 30. August die Änderung der Förderrichtlinie Wald und Forstwirtschaft (FRL WuF/2020) beschlossen. Die Förderfestbeträge für Waldumbau und Erstaufforstung werden erhöht, zudem wird die Unterstützung forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse erweitert und verbessert.

Der sächsische Forstminister Wolfram Günther erklärte, in der erneuten Erhöhung der Festbeträge für die Waldumbauförderung schlagen sich vor allem die gestiegenen Preise für Pflanzen und Saatgut nieder.

Pflanzung, Waldumbau, Naturverjüngung

Aufgrund der Borkenkäferkatastrophe gebe es in den sächsischen Wäldern weiterhin enorme geschädigte Flächen. Diese sollen schnellstmöglich wiederbewaldet und dabei umgebaut werden, so Günther.

Um auf dem Weg zu klimastabilen, struktur- und artenreichen sowie leistungsfähigen Mischwäldern einen hohen Laubbaumanteil zu sichern, habe man die Förderung für standortgerechte Naturverjüngung erneut verbessert.

FBGs werden stärker gefördert

Da die Aufarbeitung der Waldschäden und die Wiederbewaldung in einer Gemeinschaft wesentlich besser bewältigt werden können als durch einzelne Waldbesitzende, will der Freistaat forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse noch stärker unterstützen. Damit soll ein höherer Anteil von Waldbesitzenden in den 24 sächsischen Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) erreicht werden.

Die Gewinnung, fachliche Betreuung und qualifizierte Information der Mitglieder ist ein erheblicher Aufwand für die Geschäftsführung einer FBG. Deshalb habe man dafür eine niederschwellige Fördermöglichkeit geschaffen, die auch von ehrenamtlich geführten oder im Aufbau befindlichen FBGen genutzt werden kann.

Waldpflegeverträge attraktiver machen

Außerdem sollen dauerhafte Waldpflegeverträge für FBG-Mitglieder noch attraktiver gefördert und leichter zugänglich gemacht werden, damit möglichst viele FBGen neben dem Holzverkauf ein weiteres Leistungs- und Finanzierungsstandbein aufbauen.

Unter Waldpflegeverträgen versteht man die entgeltliche vertragliche Verwaltung von Mitgliedsflächen durch FBGen im Privatwald bis 100 Hektar Größe zur sachgemäßen und nachhaltigen Bewirtschaftung.

Förderrichtlinie Wald und Forstwirtschaft – RL WuF/2020

Quelle: SMEKUL Sachsen