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Sachsen: Ausbildungsverbund für Forstwirte

Sachsen: Ausbildungsverbund für Forstwirte

Gemeinsam mit den wichtigsten Akteuren der sächsischen Forstwirtschaft hat der Staatsbetrieb Sachsenforst am 12. Dezember in Freiberg die „Ausbildungsinitiative Forstwirt/in“ ins Leben gerufen, um den langfristigen Bedarf an gut ausgebildeten Forstwirten zu sichern. Im Rahmen der Initiative wollen die Umweltservice GmbH Freiberg, der Sächsische Forstunternehmerverband e. V. und der Staatsbetrieb Sachsenforst einen Ausbildungsverbund aufbauen, über den eine verstärkte Ausbildung von Forstwirten durch forstliche Unternehmer und nichtstaatliche Waldbesitzer erreicht werden soll.
Forstminister Frank Kupfer begrüßt den Start der Ausbildungsinitiative und den geplanten Ausbildungsverbund. „Gut ausgebildete Forstwirte sind eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder, für die Produktion des wertvollen Rohstoffes Holz und zur Sicherung der Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes“, sagt der Minister. „Der Start der Ausbildungsinitiative und der geplante Ausbildungsverbund sind die richtigen Schritte, um den Bedarf an qualifiziertem Waldarbeiternachwuchs langfristig zu sichern.“
Ausbildung zurzeit fast ausschließlich im Staatsbetrieb
 
Wegen des hohen Durchschnittsalters der sächsischen Waldarbeiter sind künftig in jedem Jahr ca. 40 neue Auszubildende nötig, um den Nachwuchsbedarf zu decken. Zurzeit wird dieser Bedarf fast ausschließlich durch den Staatsbetrieb Sachsenforst abgedeckt. Der Staatsbetrieb bildet deutlich über den eigenen Bedarf aus. „Der geplante Ausbildungsverbund wird es den forstlichen Unternehmern und nichtstaatlichen Waldbesitzern ermöglichen, mehr Forstwirte auszubilden und so mehr Eigenverantwortung in der Berufsausbildung zu übernehmen“, sagt Kupfer. Im Ausbildungsjahr 2012 ist die Ausbildung von fünf Forstwirten im nichtstaatlichen Bereich das Ziel des Verbundes. Über ihn soll die Zahl der neuen Forstwirte bis zum Jahr 2020 auf bis zu 20 gesteigert werden. Der Freistaat Sachsen fördert die Ausbildungsinitiative gemeinsam mit der EU durch den Europäischen Sozialfonds.
Die Kooperation im Ausbildungsverbund soll es ermöglichen, dass künftig auch solche Forstunternehmer und nichtstaatliche Waldbesitzer Forstwirte ausbilden können, die bisher nicht die Voraussetzungen für einen Ausbildungsbetrieb erfüllt haben oder nicht den gesamten Ausbildungsinhalt abdecken konnten.
An der Auftaktveranstaltung nahmen neben Mitarbeitern des Staatsbetriebes Vertreter vom Sächsischen Forstunternehmerverband e. V., von der Umweltservice GmbH Freiberg, vom Sächsischen Waldbesitzerverband e. V., von der Arbeitsgemeinschaft land- und forstwissenschaftlicher Betriebe Sachsen und Thüringen e. V. und von mehreren forstlichen Unternehmern sowie private und körperschaftliche Waldbesitzer teil.
SMUL

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