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Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert (3. v.r.) mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Zertifikatskurses Waldpädagogik sowie der Kursleitung. Foto: Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalts Umweltministerin übergab Zertifikate an Waldpädagogen

Sachsen-Anhalts Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert hat im Haus des Waldes Hundisburg im feierlichen Rahmen an dreizehn Frauen und Männer die Zertifikate Waldpädagogik überreicht.

Insgesamt 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Qualifizierung mit einem forstlich-pädagogischen Schwerpunkt im September 2015 begonnen. Davon haben 13 sie zum Ende des Jahres 2016 erfolgreich abgeschlossen, darunter auch Sachsen-Anhalts erste Waldkönigin Maria Dolge. Sie erhielten am 13. Januar 2017 ihre Zertifikate.
„In der forstlichen Bildungsarbeit vereinen sich Bildung für eine nachhaltige Entwicklung sowie Bildung für das direkte Naturerleben. Das schafft gute Grundlagen für einen sorgsamen Umgang mit unserer Natur und unseren natürlichen Ressourcen“, sagte Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert im Rahmen der Feierstunde. Gleichzeitig betonte sie die Vorreiterrolle Sachsen-Anhalts bei der forstlichen Weiterbildung. Ende 2007 war Sachsen-Anhalt das erste Bundesland, das das neue Zertifikat Waldpädagogik eingeführt hatte. Das Ziel der Weiterbildung damals wie heute: der Wald soll nicht nur verstanden, er soll auch erlebt werden. Insgesamt haben seither über 100 Frauen und Männer die Zertifikatsprüfung in Sachsen-Anhalt bestanden.
Bundesweit gibt es rund 2.000 Zertifizierte Waldpädagogen nach einem länderübergreifenden Standard. Als eine Besonderheit in Deutschland hat in Sachsen-Anhalt bisher immer der Landwirtschafts- und Umweltminister die Zertifikate Waldpädagogik überreicht.
Aus dem aktuellen Kurs 2015/2016, der durch das Landeszentrum Wald organisiert wurde, haben vier Frauen und Männer ausgezeichnete Leistungen gezeigt und mit besonderem Erfolg abgeschlossen. Die Lehrerin Birgit Hohmuth aus Welbsleben hat mit 98 von 100 Bewertungspunkten das beste Prüfungsergebnis bei Zertifikatsprüfungen in Sachsen-Anhalt erreicht. Neben Lehrern und Erzieherinnen stellten sich Forstwirte, Förster und Landschaftsplaner der mehrstündigen praktischen Prüfung mit einer Besuchergruppe im Wald.
Der Direktor des Landeszentrums Wald, Dietmar Specht kündigte an, dass der Betrieb bei bestehender Nachfrage auch für die Jahre 2017/2018 die Durchführung eines Qualifizierungskurses „Zertifikat Waldpädagogik“ im Haus des Waldes plant.
Der vom Landeszentrum Wald im Haus des Waldes durchgeführte Zertifikats-Lehrgang umfasste acht Kurstage in zwei Grundkursen sowie 14 Lehrgangstage in den vier Hauptmodulen mit Pflicht- und Wahlpflicht-Inhalten. Hinzu kamen mindestens 40 Stunden Praktikum. Der Kurs begann im September 2015 und endete mit den Prüfungen bis Ende des Jahres 2016. Das Landeszentrum Wald legt bei der Fortbildung Wert darauf, Waldpädagogik authentisch, praktisch und lebensnah umzusetzen. Lernen im Wald wird als ganzheitlicher Prozess – mit Kopf, Herz und Hand begriffen. Dem entsprechend sind die Seminare der Weiterbildung praxisnah gestaltet und beinhalten stets die waldpädagogische Betreuung von Waldbesuchergruppen.
Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt, Haus des Waldes
Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert (3. v.r.) mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Zertifikatskurses Waldpädagogik sowie der Kursleitung. Foto: Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt Haus des Waldes

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