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Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen stellen Klimainformationssystem 2012 online

Informationen über das regionale Klima und dessen voraussichtliche Entwicklung stehen ab nächstem Jahr für jeden öffentlich zur Verfügung. Januar 2012 soll das regionale Klimainformationssystem ReKIS der Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen im Internet frei geschaltet werden. Das kündigte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens am 2. Dezember in Magdeburg auf der Klimakonferenz des Umweltministeriums und der Hochschule Harz an. 
ReKIS ist ein interaktives Werkzeug für die Bereitstellung, Bewertung und Interpretation von Klimadaten auf regionaler Ebene, das von der Technischen Universität Dresden entwickelt wurde. Der Nutzer kann vorerzeugte Karten und Grafiken zu den Themen Klimadiagnose, Klimaprojektionen und Klimafolgen einsehen und speichern. So finden sich darunter zum Beispiel Daten zum relativen Trend des Jahresniederschlages der vergangenen 40 Jahre in Sachsen-Anhalt. Es können aber auch grundlegende klimastatistische Kennwerte berechnet und anschaulich gemacht werden.
Für den gemeinsamen Betrieb von ReKIS wurde eine Ländervereinbarung zwischen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geschlossen. Daten werden vom Deutschen Wetterdienst bereit gestellt. Der Zugang ist über das Klimaportal www.klimawandel.sachsen-anhalt.de zu finden.
Daten allein würden aber für die Bewältigung des Klimawandels nicht ausreichen. Die Menschen bräuchten auch Ideen zu möglichen Maßnahmen, um mit Extremwetterereignissen besser umgehen zu können, betonte Aeikens. Dazu hat die Hochschule Harz mit dem Landkreis Mansfeld Südharz und Stadt Sangerhausen eine modellhafte Anpassungsstrategie an den Klimawandel erarbeitet und daraus einen Leitfaden für alle anderen Kommunen in Sachsen-Anhalt erstellt. In dem Leitfaden sind die einzelnen Schritte und Maßnahmen dargestellt, die einem Landkreis und einer Gemeinde die Aufstellung einer eigenen Anpassungsstrategie an den Klimawandel ermöglichen.
 
MLU Sachsen-Anhalt

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