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Sachsen-Anhalt: Mit Rettungspunkten schnellere Hilfe im Wald möglich

Die Einrichtung von Anfahrtspunkten für Rettungsfahrzeuge in Sachsen-Anhalts Wäldern ist ein wichtiger Baustein in der Rettungskette Forst, um Unfallorte im Wald leichter zu finden. Dazu Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens beim Aufstellen eines Rettungspunktes im Revier Hoher Fläming in Zerbst: „Schnelle Hilfe ist lebensrettend, das gilt für verletzte Waldarbeiter ebenso wie für Wanderer und Radfahrer. Mit den Rettungspunkten sind lange Wegbeschreibungen und Irrtümer ausgeschlossen.“
Insgesamt haben der Landesforstbetrieb und das Landeszentrum Wald gemeinsam mit der Unfallkasse und dem Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement 977 Rettungspunkte für Sachsen-Anhalts Wälder festgelegt. Die Festlegung der Rettungspunkte orientiert sich an den Hilfsfristen für Rettungsfahrzeuge.
Das Rettungspunkte-System
Die Einrichtung der Punkte erfolgt nur an befestigten öffentlichen Straßen, nicht auf Waldwegen im Wald. Der Punkt muss von ortsunkundigen Personen gefunden werden können. Waldbesucher können bei einem Notruf ihren Standort für die Rettungsdienste damit genau beschreiben oder sich den nächsten Rettungspunkt einschließlich des Weges dorthin über eine kostenlose App anzeigen lassen. Jeder Punkt hat eine Nummer, die im Land nur einmal vergeben wird. Um Verwechslungen mit Punkten der Nachbarländer zu vermeiden, steht vor der Zahl das Kürzel der Landkreise wie beim Autokennzeichen. Im Notfall wird nur noch die Nummer, z.B. JL F-320, durchgegeben und die Rettungsleitstelle kann sofort sehen, wo der Unfall passiert ist. Alle Leitstellen kennen dieses System.
Für Waldbesucher stehen zwei kostenlose Apps dafür zur Verfügung: die App „Hilfe im Wald“ und „Meine Umwelt“.
MLU Sachsen-Anhalt

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