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Sachsen-Anhalt: Konsens zum künftigen Biosphärenreservat im Drömling gilt weiter

Für das geplante länderübergreifende Biosphärenreservat im Drömling wird es keine neuen und verschärfenden Vorgaben geben. Darauf hat Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert verwiesen.

„Wir werden uns an die bisher getroffenen Absprachen mit der Region halten.“ Die Interessen der Kommunen und insbesondere der Landwirtschaft sind ausführlich diskutiert worden. Der erzielte Konsens bildet die Grundlage für das weitere Vorgehen bei der Ausweisung eines Biosphärenreservates im Drömling, so die Ministerin.
Sie reagierte damit auf Nachfragen in der Region. Sie kündigte zugleich einen Besuch im Drömling an, um zeitnah mit regionalen Akteuren im Drömling ins Gespräch zu kommen.
Die Kommunen sind bis Ende Mai aufgefordert dem Ministerium mitzuteilen, ob sie eine Ausweisung eines Biosphärenreservats in den Grenzen des Naturparks zustimmen und ob ein gemeinsam von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen gestellter Antrag auf Anerkennung eines länderübergreifenden Biosphärenreservates bei der UNESCO erfolgen soll.
Der Naturraum Drömling umfasst eine ausgedehnte Niederungs- und Niedermoorlandschaft, die sich auf Bereiche in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen beiderseits der Landesgrenzen erstreckt. Der Naturpark Drömling hat anteilig im Altmarkkreis Salzwedel und im Landkreis Börde eine Ausdehnung von 27.800 ha.
Biosphärenreservate sind wie Naturparke großräumige Kulturlandschaften mit einer reichen Naturausstattung. In Biosphärenreservaten sollen über den Natur- und Landschaftsschutz hinaus gemeinsam mit den dort lebenden Menschen die kulturelle Identität gestärkt und die regionale Wertschöpfung durch beispielhafte Konzepte für ein nachhaltiges Wirtschaften gefördert werden.
MLU Sachsen-Anhalt

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