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Saarland: Positive Entwicklung des Holzmarktes zu erwarten

Der Landesbetrieb Saarforst prognostiziert für das zweite Halbjahr eine positive Entwicklung des Holzmarktes. Zwar wurde der saarländische Wald durch Xynthia vergleichsweise stark in Mitleidenschaft gezogen, doch entgegen ursprünglicher Erwartungen konnte das Fichten-Windwurfholz teilweise zu besseren Preisen vermarktet werden als in den bereits vorher geschlossenen Verträgen. Die für den Waldbesitz positive Entwicklung des Holzmarktes dürfte der Einschätzung nach anhalten, da die Nachfrage offensichtlich noch weiter zunimmt.
Auch aus weiter entfernten Regionen wie Österreich oder der Schweiz ist ein wachsendes Interesse zu verzeichnen. Nicht nur bei Fichte ist ein hohes Einkaufsinteresse spürbar, auch Douglasie – insbesondere stärkeres Holz – ist gefragter. Bei besserer und stärkerer Kiefer sowie Lärche übertrifft die Nachfrage das mögliche Angebot, weswegen weiter steigende Preise erwartet werden. In der vergangenen Saison hielt sich der Waldbesitz im Einschlag von Laubstammholz zurück, so dass das Angebot im Vergleich zu den Jahren zuvor relativ gering war. Der Einschlag erfolgte ausschließlich auf bestehende Verträge, so dass nun im Frühjahr keine freien Mengen verfügbar waren. Die Einschlagszurückhaltung hat sich vor allem bei Eiche auf die erzielbaren Preise ausgewirkt. In der Submission vom Frühjahr wurden Preise erzielt, die 35 % über denen des Vorjahres liegen. Anzumerken ist allerdings, dass im Vorjahr  deutliche Preiseinbußen hingenommen werden mussten.
Zum Saisonende 2010 wurde angesichts der vergleichsweise hohen Nachfrage eine zusätzliche kleine Submission durchgeführt, bei der vor allem starke Eiche angeboten wurde. Hierbei zeigte sich, dass das Interesse der Käufer unverändert hoch war. Dies wird als Signal gewertet, dass auch Eiche in der kommenden Saison stärker gefragt sein dürfte. Auf der Industrieholzseite ist ein hohes Interesse der Holzwerkstoffindustrie festzustellen. Die Jahresverträge werden laufend bedient. Auch Schleifholz ist derzeit sehr gefragt.
Nadelindustrieholz erzielt auf den Spotmärkten daher höhere Preise als in den Jahresverträgen festgelegt. Das Interesse an Energieholz ist stabil auf hohem Niveau. Derzeit gelten 47 €/Fm frei Waldstraße für Hartlaubholz als marktgerecht.
Neues Holz Journal

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