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Das Waldgesetz definiert für das Radfahren im Wald Einschränkungen, die es einzuhalten gilt.

SaarForst Serie „Miteinander im Wald“ Teil 5

Der Wald hat für jeden eine persönliche Bedeutung. Die einen nutzen ihn als Erholungsraum, die anderen als Freizeitarena oder auch Arbeitsplatz. Das macht ihn besonders. Damit das Miteinander im Wald funktioniert, gibt es einiges zu beachten. Mit einer achtteiligen Artikelserie zum Thema „Miteinander im Wald“ möchte Saarforst auf das rücksichtsvolle Miteinander im Wald aufmerksam machen.

Saarforst möchte mit einer Artikelserie „Miteinander im Wald“ die Menschen zu einem respektvollen Umgang untereinander aufrufen. Der Wald erfüllt in unserem dicht besiedelten Land vielfältige wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Funktionen. Immer mehr Menschen verbringen ihre Freizeit im Wald. Jeder hat eine andere Vorstellung vom Wald und wie er ihn nutzen möchte.

Teil 5 der Serie: Mit dem Rad unterwegs im Wald

Im Gegensatz zu den Menschen, die zu Fuß im Wald unterwegs sind, definiert das Waldgesetz für das Radfahren Einschränkungen. So bestimmt § 25 „Betreten des Waldes“, dass Radfahren nur auf Wegen und Straßen gestattet ist. Wege im Sinne des Gesetzes sind „nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmete, dauerhaft angelegte oder naturfeste forstliche Wirtschafswege“. Das bedeutet im Umkehrschluss, Radfahrer dürfen nicht auf den für den Forst angelegten Rückgassen- oder Schneisen, nicht auf Gliederungslinien oder den Fußpfaden fahren.

Fußpfade, die sich durch ihre geringe Breite, geländeangepasste Linienführung und den Ausbau als einfacher Erdweg auszeichnen und sich von den erlaubten Wegen nach Waldgesetz unterscheiden, sind ausschließlich dem Wanderer und Spaziergänger vorbehalten. Gerade im Bereich Mountainbiken werden gerne selfmade, querfeldein Strecken angelegt, Sprungschanzen gebaut oder sonstige Bauwerke errichtet. Dies ist nach dem Waldgesetz nicht erlaubt. Auch das saarländische Naturschutzgesetz weist auf allgemeine Grundsätze hin, wie darauf, dass „jeder nach seinen Möglichkeiten zur Verwirklichung der Ziele und Grundsätze des Naturschutzes beitragen und sich so verhalten soll, dass Natur und Landschaft nicht mehr als nach den Umständen unvermeidbar beeinträchtigt“ werden (Naturschutzgesetzes des Saarlandes § 2, zusätzlich der § 11 Erholung in der freien Landschaft).

Illegal angelegte Strecken verstoßen in zweifacher Hinsicht gegen saarländische Gesetze. Daher werden illegale Strecken konsequent zurückgebaut und unbrauchbar gemacht. Eine stillschweigende Duldung wird nicht erfolgen. Erbauer illegaler Strecken müssen mit einer straf- und insbesondere zivilrechtlichen Verfolgung rechnen. Rückbau und Beseitigung aller Baumaterialen werden dem Verursacher in Rechnung gestellt. Lassen Sie es nicht soweit kommen. Bitte nutzen Sie die zum Fahrradfahren vorgesehenen Wege, die angelegten und genehmigten Mountainbike-Strecken und nehmen dabei auch Rücksicht auf die übrigen Waldbesucher. Genießen Sie die den Wald auf legalen Wegen. SaarForst sagt Danke!

Teil 6 der Serie wird sich mit dem Thema „Reiten im Wald“ beschäftigen

Quelle: Saarforst

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