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Saarforst beginnt mit der Laubholzernte

Saarforst beginnt mit der Laubholzernte

In diesen Tagen beginnt im SaarForst Landesbetrieb (SFL) die Laubholzernte, die sich bis ins Frühjahr des nächsten Jahres erstrecken wird. Hierauf weist der Direktor des SaarForst Landesbetriebes, Michael Klein hin. „Wir bewirtschaften den Wald, um unseren Bürgern auch künftig den nachwachsenden Rohstoff Holz bereitstellen zu können. In diesem Jahr werden auch Rückepferde zum „Vorliefern“ eingesetzt, so Klein.
SaarForst bewirtschaftet in eigener Regie rund 36.000 ha Staats- sowie etwa 8.500 ha Kommunalwald. Der Staatswald wird nach den Grundsätzen einer naturnahen Waldwirtschaft bewirtschaftet, d.h. den Rohstoff Holz nutzen, ohne den Wald zu schädigen. SaarForst arbeitet mit der Natur und erhält und fördert dadurch die biologische Vielfalt. SaarForst arbeitet sozial, ökonomisch als auch ökologisch nachhaltig, was durch die Zertifikate FSC und PEFC regelmäßig bescheinigt wird. Um die natürliche Vielfalt im Wald zu erhalten und zu verbessern, setzt SaarForst auf freiwilliger Basis eine regionale Biodiversitätsstrategie für Buchenwälder um. Auch im Wirtschaftswald dürfen Bäume alt werden und zerfallen und sind damit wichtiger Lebensraum für bedrohte Arten.
Hintergrund (aus der Staatswaldinventur 2007)
 
Der saarländische Staatswald hat eine Flächengröße von 38.300 ha. Etwa 90 % dieser Fläche wird regelmäßig bewirtschaftet und dient – neben der Erfüllung anderer Waldfunktionen – der Produktion und Bereitstellung des Rohstoffes Holz. Laubbäume nehmen etwa drei Viertel (73%), Nadelbäume rd. ein Viertel (27%) der Waldfläche ein. Von den Nadelbäumen hat die Fichte mit 12% den höchsten Anteil, gefolgt von Kiefer (6%), Lärche (5%) und Douglasie mit 4%. Die Hälfte des saarländischen Staatswaldes ist jünger als 60 Jahre. Waldbestände im mittleren Altersbereich zwischen 60 und 120 Jahren nehmen ein Drittel der Fläche ein, 16% des Waldes sind älter als 120 Jahre. Die über 100jährigen Waldflächen sind ganz überwiegend durch Buche und Eiche geprägt.

Für den Staatswald ergibt sich ein Gesamtvorrat von 12,1 Millionen m3 Holz. Pro Hektar Waldfläche beträgt der durchschnittliche Holzvorrat 316 m3. Laubbäume haben insgesamt einen Anteil von 68 %, Nadelbäume von 32 % des Holzvorrats. Im Zeitraum von 1996 bis 2007 wuchsen im Staatswald jährlich rd. 450.000 m3 Holz zu, das sind im Durchschnitt 11,7 m3 pro Hektar.
Die jährliche Nutzung betrug im gleichen Zeitraum ca. 200.000 m3 pro Jahr (5,2 m3/ha/J), also deutlich weniger als die Hälfte des Zuwachses (bezogen auf die gesamte Staatswaldfläche). Die jährliche „Sterberate“ liegt in einer Größenordnung von 0,8m3/ha/Jahr, insgesamt immerhin rd. 30.000 m3 pro Jahr. Berücksichtigte man auch den Zuwachs der in diesem Zeitraum genutzten und abgestorbenen Bäume, geschätzt etwa 0,8 m3/ha/Jahr, beliefe sich der Gesamtzuwachs auf ca. 12,5 m3/ha/Jahr.
 

Staatswaldinventur 2007 (7 MB)

 
SFL

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