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Sachsenforst: Bodenschutzkalkung im Forstbezirk Marienberg

Vorraussichtlich ab dem 21.8.2017 wird im Forstbezirk Marienberg auf etwa 487 ha Waldfläche die Bodenschutzkalkung durchgeführt. Die Kalkung soll bei guter Witterung in etwa zwei Wochen abgeschlossen werden.

Die Ausbringung der insgesamt etwa 1.500 t Kalk (3 Tt/ha) erfolgt hier mit dem Hubschrauber. Gekalkt werden Waldflächen im Bereich des Forstrevieres Steinbach. Die zu kalkende Fläche liegt überwiegend im Landeswald und zu geringen Anteilen im Privatwald (10 ha). Den Waldbesitzern entstehen unabhängig von der Eigentumsform keine Kosten. Die Kosten von etwa 150.000 € werden mit ELER-Mitteln (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) durch die EU gefördert.

Zur Sicherheit der Waldbesucher wird während der Befliegung an den Hauptzugangswegen auf die Aktion hingewiesen. Zwar ist der verwendete kohlensaure Magnesium-Kalk gesundheitlich unbedenklich, doch sollten die betreffenden Waldteile während der Befliegung wegen der Gefahr der Verschmutzung nicht betreten werden. Beeren und Pilze können weiterhin bedenkenlos gesammelt und nach Abwaschung verzehrt werden.

Die Kalkung wird durchgeführt, um in den Boden gelangte Schadstoffe, vor allem Schwefeldioxid, zu kompensieren und einer weiteren Bodenversauerung entgegenzuwirken. Eine positive Wirkung der Waldkalkung konnte innerhalb diverser Untersuchungen nachgewiesen werden.

Waldteile mit besonderer Bedeutung für den Naturschutz sowie sensible Standorte (z.B. Moore und Quellbereiche zur Trinkwassergewinnung) werden nicht gekalkt. Im Forstrevier Steinbach wird daher nur etwa ein Viertel der Revierfläche gekalkt. Die letzte Bodenschutzkalkung ist hier im Jahr 2006 erfolgt.

Die Zeitdauer der Kalkung kann sich durch technische und witterungsbedingte Störungen deutlich verlängern.

Staatsbetrieb Sachsenforst

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