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Planung und Durchführung der Bodenschutzkalkung in Sachsen

Quelle: Forstarchiv 85; 2, 70-71 (2014)
Autor(en): GEMBALLA R

Mit Beginn der Industrialisierung waren insbesondere die Erzgebirgswälder in Sachsen bis in die 1980er-Jahre stetig steigenden SO2- Immissionen ausgesetzt. In der Folge traten ab den 1950er-Jahren in den Kammlagen beginnend deutliche Schäden an den Fichten auf, die bis Anfang der 1990er-Jahre sukzessive intensiver und großräumiger wurden. So lagen 1991 ca. zwei Drittel der Waldfläche Sachsens innerhalb der ausgeschiedenen Immissionsschadzonen. Hiervon waren rund 38.000 ha stark bis katastrophal geschädigt. Die starken Schäden traten dabei vor allem in den oberen Lagen des Erzgebirges und des Zittauer Gebirges sowie nahe der Neiße auf. Neben den Nadelvergilbungen, Nadelverlusten, Frostschäden und teilweise flächig abgestorbenen Beständen bewirkten die anhaltenden Säuredepositionen auch eine fortschreitende Versauerung der Waldböden und damit eine dauerhafte Destabilisierung der Waldökosysteme.


Planning and implementation of ameliorative forest liming in Saxony

© DLV München

 

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