Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service

Employment shifts and the role of labour outsourcing in Chile’s forest-based cluster

Quelle: Forstarchiv 83; 6, 210-218 (2012)
Autor(en): OSSES T, KIES U, SCHULTE A

Abstract: Chile’s forest-based cluster has seen dynamic growth during the last decades, stimulated principally by significant state subsidies and an export orientation mainly of commodities. Major changes are induced by technological innovation, expansion and labour outsourcing in reaction to a growing global competition. The paper assesses the employment shifts and the role of outsourcing of labour in Chile’s wood and paper industries in a time series analysis of the official annual national manufacturing survey (ENIA) for the period 1998-2008. The results provide evidence for a complete structural shift of employment in Chile’s forest-based sector based to a great extent on outsourcing of labour mainly in medium and large enterprises, most notable in sawmilling, wood-based panel and paper production industries. The sharp growth of indirectly employed workers in this sector can be related to business strategies aimed at increasing international market competitiveness, which however have proved to be detrimental to social inclusion and improvement of labour condition. A strong decline in foreign direct investment and economies of scale in enlarged, technologically more advanced enterprises, which however invested barely in research and development (R&D), triggered the shift towards outsourcing during the last decade. Chile’s inefficient labour protection legislation, coupled with weak governmental law enforcement and control of the labour conditions, permitted to substantially lower labour costs associated with subcontracted low skilled work.


Beschäftigungsverlagerungen und die Rolle des Outsourcing von Arbeitern im Cluster Wald und Holz von Chile

Kurzfassung: Der Cluster Wald und Holz in Chile ist während der letzten Jahrzehnte gefördert durch erhebliche staatliche Subventionen und eine Ausrichtung auf den Export von Rohstoffen dynamisch gewachsen. Wichtige Veränderungen wurden durch technologische Innovation, Expansion und Outsourcing von Arbeitskräften als Reaktion auf einen zunehmenden weltweiten Wettbewerb erzielt. Der Artikel untersucht Beschäftigungsverlagerungen und die Rolle des Outsourcing in Chiles Holz-und Papierindustrien auf der Grundlage einer Zeitreihenanalyse von amtlichen Statistiken aus der jährlichen nationalen Erhebung der verarbeitenden Industrien (ENIA) für den Zeitraum 1998 bis 2008. Die Ergebnisse belegen eine komplette Verlagerung in der Beschäftigungsstruktur des Cluster Wald und Holz in Chile, was zum Großteil auf einem Outsourcing von Arbeitskräften besonders in mittleren und großen Unternehmen beruht und am stärksten in der Sägeindustrie, der Holzfertigbauindustrie und der Papierherstellung ausgeprägt ist. Der starke Anstieg von indirekten Arbeitern in diesem Sektor kann auf Geschäftsstrategien zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im globalen Kontext zurückgeführt werden, die sich jedoch als schädlich gegenüber sozialer Verantwortung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen erwiesen haben. Ein starker Rückgang von ausländischen Direktinvestitionen sowie Skaleneffekte in vergrößerten, technologisch weiterentwickelten Unternehmen, die allerdings kaum in F&E investierten, lösten während des letzten Jahrzehnts die Verschiebung hin zum Outsourcing aus. Chiles ineffiziente Arbeitsschutzgesetzgebung, gekoppelt mit schwacher Strafverfolgung und geringer Kontrolle der Arbeitsbedingungen, ermöglichte so die Arbeitskosten in Verbindung mit ausgelagerter, gering qualifizierter Arbeit substanziell zu verringern.

© DLV München

 

Auch interessant

von