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Baumhasel und Ahornblättrige Platane – erste Erfahrungen im forstlichen Anbau [Kurzbeitrag]

Quelle: Forstarchiv 82: 4, 155-156 (2011)
Autor(en): SCHÖLCH M

Hintergrund: Sich verändernde klimatische Verhältnisse (wärmer, trockener) werfen Fragen nach potenziell geeigneten Laubbaumarten auf. Versuchsanbauten im Wald sollen erste Einblicke liefern. Die Baumhasel (Corylus colurna) ist eine eurasische Art, deren natürliche Verbreitung sich erstreckt auf die Balkanhalbinsel, Teile Kleinasiens, das Bergland im Norden Pakistans und Afghanistans bis zum Himalaja (Hegi 1975, Schütt et al. 1992, Roloff et. al. 2010). Unter natürlichen Verhältnissen tritt sie überwiegend als Mischbaumart auf warm-trockenen (Karbonat-)Standorten hervor (Horvat et al. 1974). Nässe und trockene Standorte meidet sie. Die Wuchsleistung der Baumhasel ist nach Roloff et al. 2010 standortabhängig und näherungsweise vergleichbar mit Hainbuche (Carpinus betulus), Esche (Fraxinus excelsior), Feldahorn (Acer campestre) oder Traubeneiche (Quercus petraea). Wenige Krankheiten und ein besonderes, rötliches Holz lassen die Art wirtschaftlich interessant erscheinen (Alteheld 1996).


© DLV München

 

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