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Eingriffsinventuren und dynamisches Betriebswerk – Instrumente der operativen Planung im Forstbetrieb

Quelle: Forstarchiv 79: 1, 16-27 (2008)
Autor(en): von Gadow K, Staupendahl K

Kurzfassung: In der vorliegenden Arbeit wird ein Konzept der permanenten Inventur vorgestellt, das den Bestand als Bezugsebene für Inventur und Planung in den Mittelpunkt stellt, da nur dadurch der Raumbezug erhalten bleibt, der für die optimierte Planung und Durchführung aller waldbaulichen Maßnahmen als essentiell erachtet wird. Die bestandesindividuelle anpassung sowohl der Inventurintervalle als auch der Inventurintensität eröffnet dabei in verbindung mit einer Fortschreibung der Bestandesdaten ein beachtliches rationalisierungspotential. Der kontinuierlichen Erfassung der Nutzungen (Eingriffsinventur) kommt dabei im Fortschreibungsprozess eine besondere Bedeutung zu. Zugleich ist sie ein Instrument der betrieblichen Steuerung und dient, wenn sie während des auszeichnens oder nach dem auszeichnen und vor dem Eingriff erfolgt, der optimierung der Holzernte und einer kundenorientierten rohholzbereitstellung. Die verantwortung für die Erfassung der holzvorratsbezogenen Naturaldaten sollte im Sinne einer ausgeprägten Ergebnisverantwortung an die Forstbetriebsleitung delegiert werden. In diesem Sinne ist das Konzept der Eingriffsinventur als Instrument zur Selbstkontrolle zu verstehen, das die periodisch stattfindende Forsteinrichtung weitestgehend von messenden arbeiten entlastet und ihr damit eine Konzentration auf die strategischen, gesamtbetrieblichen Kontroll- und Planungsarbeiten erlaubt.


Thinning event assessment and dynamic management plan – tools for operational planning in the forest enterprise

Abstract: This paper presents the general concept and specific application details of a permanent forest inventory, in which the forest stand is the reference unit for resource assessment and planning. The stand-oriented approach provides spatially explicit information, which is essential for optimizing silviculture and for timing harvesting operations. It differs in principle from the region-oriented approach, which provides information about the forest resource on the landscape or property level. considerable savings of time and effort may be achieved if the time intervals between successive inventories and the intensity of the assessments are adapted to the stand-specific information needs. Such stand-specific adaptation strate-gies are presented in this paper. Especially important is the continuous assessment of the harvest, known as “thinning event assessment”. a thinning event assessment can greatly increase the effectiveness of harvesting operations and improve the information flow from forest stand to client. The responsibility for the field assessment should be delegated to the local management staff, who can appreciate the importance of accurate resource data. In this sense, the concept of a permanent forest inventory can be understood as an effective mechanism for self-control, which will considerably reduce the measurement effort normally required in a periodic forest inventory. This will allow planning staff to concentrate on other important tasks, such as monitoring and planning at enterprise level.

© DLV München

 

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