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Auswirkungen verkehrsbedingter Schadstoffeinträge auf die Bodenvegetation von Fichtenforsten

Quelle: Forstarchiv 78: 2, 46-54 (2007)
Autor(en): Bernhardt-Römermann M, Kudernatsch T, Fischer A

Kurzfassung: In der heutigen Landschaft sind nahezu alle Waldgebiete mehr oder weniger dicht von Straßen durchzogen. Um den Einfluss desStraßenverkehrs auf die Vegetationszusammensetzung abzuschätzen, wurden im Großraum München entlang von drei Transekten die Auswirkun-gen auf die Vegetationszusammensetzung und Bodenparameter von Fichtenforsten studiert. Es konnte gezeigt werden, dass ein deutlicher Einflussdes Verkehrs bis in eine Entfernung von 230 m in Windrichtung und bis zu 80 m entgegen der Hauptwindrichtung vorhanden ist. In Autobahnnähewurden verstärkte Vorkommen von stickstoffzeigenden Pflanzenarten sowie Störungszeigern festgestellt. Als maßgebliche Ursache für die Vegeta-tionsveränderungen konnten die Stickstoffdeposition und die Belastung der Bestände mit stark basischen Substanzen (gemeinsam mit Streusalz aus-gebracht) erkannt werden. Die Waldbodenvegetation scheint gut geeignet zu sein, um ein Umweltmonitoring entlang von Straßen durchzuführen.


Abstract: To estimate the effect of traffic emissions on the vegetation composition of coniferous forests near to motorways, three transects of 520 mlength were studied by analysing vegetation composition, soil parameters and deposition data in the Munich-area, Southern Germany. The detectedpatterns suggest that motorways have an impact on the vegetation composition in the neighbourhood of roads. Depending on the wind direction, theinfluences of the motorways reaches up to 230 m on downwind side and up to 80 m on upwind side. The vegetation is mainly affected by the depo-sition of nitrogen deriving from fuel combustion and by basic substances added to road salt. By monitoring vegetation changes near to motorways,it is possible to estimate the areas where harmful alterations of the ecosystem can be expected.

© DLV München

 

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