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Haselmaus (Muscardinus avellanarius). Zu ihren Lebensräumen gehören Mischwälder mit reichem Buschbestand. Foto: RWE Power.

RWE Power: Neuer Lebensraum für die Haselmaus an der Indeaue

Der Tagebau Hambach liegt zwischen Jülich im Kreis Düren und Elsdorf (Erftkreis) mitten im Herzen des rheinischen Braunkohlenreviers. Der Waldboden aus dem Vorfeld des Tagebaus Hambach birgt zahlreiche Pflanzensamen, Wurzelstücke, Käfer und andere Kleintiere. Nun hat das Rekultivierungs-Team der RWE Power nach Abstimmung mit der Umweltbehörde des Kreises Düren 450 Kubikmeter des artenreichen Waldbodens an das Hochufer der Inde gebracht.
„Dort wird die Erde helfen, die Besiedlung der bewaldeten Böschungen zum Indetal mit Arten aus den alten Wäldern anzureichern“, erklärt RWE Power-Biologe Ulf Doworschak. Die Aktion verbessert den Wald an der Inde zum Beispiel als Lebensraum für die in Nordeuropa selten gewordene Haselmaus. Beispielsweise durch die Ansiedlung von Brombeeren, deren Früchte die knapp 15 cm kleinen Tiere im Spätsommer gerne fressen.
An der Indeaue entsteht so ein neuer Lebensraum für Haselmäuse, in das sie aus dem Vorfeld des herannahenden Tagebaus Hambach umgesiedelt werden. „Auf der Sophienhöhe hat sich schon durch natürliche Wiederbesiedlung die wahrscheinlich höchste Dichte an Haselmäusen in der ganzen Region entwickelt. Daher bringen wir die Tiere mitsamt ihren Haselmauskästen in die noch unbesiedelte Indeaue. Dort haben sie dann ideale Bedingungen, um eine neue Population zu gründen“, so Dworschak.
Entlang des Wanderwegs in den Böschungen der Indeaue hängen mittlerweile über 100 Nistkästen. Sie sehen wie Vogelhäuschen aus, werden aber mit dem Loch zum Baumstamm aufgehängt und bieten den Haselmäusen optimale Rückzugsmöglichkeiten um ihren Nachwuchs groß zu ziehen.
An etwa 60 Punkten südwestlich von Aldenhoven, entlang des landwirtschaftlichen Wegs und der Böschungsoberkante der Inde, wird der alte, artenreiche Boden aufgetragen. Auf der Sophienhöhe ist dieses Verfahren seit vielen Jahren im Einsatz – mit gutem Erfolg: Buschwindröschen, Maiglöckchen, Waldveilchen und Vielblütige Weißwurz haben so den Weg in die neuen Wälder auf der Sophienhöhe zurückgefunden.
Mit dem Erdauftrag an der Indeaue wird jetzt erstmals über den unmittelbaren Bereich des Tagebaus Hambach hinaus Waldboden in die forstliche Rekultivierung verbracht.
Das Artenschutzkonzept des Tagebaus Hambach hier zum Herunterladen.
RWE Power
Haselmaus mit ihrem Nachwuchs. Foto: RWE Power Haselmaus (Muscardinus avellanarius). Zu ihren Lebensräumen gehören Mischwälder mit reichem Buschbestand. Foto: RWE Power. Haselmauskasten. Foto: RWE Power

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