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Russland: Schnittholz-Export erreicht Rekord

Russische Sägewerke exportieren allein im März 2016 insgesamt 2,27 Mio. m³ Schnittholz und damit im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat 6 % mehr. Im ersten Quartal 2016 legten die Exporte im Vorjahresvergleich  um 3 % auf 5,33 Mio. m³ zu. Ein wesentlicher Faktor für das Plus ist in der Abwertung des Rubels zu suchen, aber auch im geringeren inländischen Verbrauch bei gleichzeitig ausgebauten Kapazitäten in Sibirien. Für die kommenden Jahre ist mit weiteren Zunahmen der Exporte zu rechnen.
Hauptabnehmer des russischen Holzes ist China mit einer Zunahme der Abnahmemengen um 28 % im ersten Quartal. Die Exporte in die ehemaligen russischen Republiken haben sich dagegen um 35 % verringert. Die weitere Entwicklung wird nun maßgeblich davon abhängen, wie es in China langfristig mit der Bauwirtschaft weitergeht und ob der damit verbundene Holzverbrauch weiter zunimmt. Während in kleinen und mittelgroßen Städten einige Häuser unverkauft bleiben, ist der Markt in Städten wie Peking und Shanghai stabil bei steigenden Immobilienpreisen.
Die Lieferungen an europäische Länder bleiben auf einem relativ niedrigen Niveau. Dennoch ist ein Trend zu beobachten, dass die wichtigsten Einfuhrländer wie Deutschland, Finnland und die Niederlande ihre Bezüge weiter ausbauen. Auch einige andere Länder wie Japan und Südkorea nehmen zunehmend russische Mengen ab.
HMI, Quelle: Woodstat

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