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Russland: Forstwirtschaft soll attraktiv für Investoren werden

Der russische Staat will für vorrangige Projekte zur Entwicklung der Forstwirtschaft mehr als 400 Mrd. Rubel (13 Mrd. US-Dollar) bereitstellen, wie Präsident Wladimir Putin am 11.4.2013 in Ulan-Ude (Hauptstadt der sibirischen Republik Burjatien) in einer Sitzung des Präsidiums des Staatsrates Russlands sagte.
 
Die Nachrichtenagentur RIA Novosti zitiert Putin: Wir müssen durchsetzen, dass der Forstwirtschaftskomplex attraktiv für Investoren ist. Es ist geplant, mehr als 400 Milliarden Rubel in 118 Projekte zu investieren, die als vorrangig anerkannt wurden. Laut dem Präsidenten sind bis jetzt nur 26 Projekte umgesetzt worden. Die übrigen würden erst auf dem Papier existieren bzw. sich im Tiefstart befinden. Das System der Projektauswahl sei auf Großproduktionen orientiert, so Putin. Er merkte zugleich an, dass in der Verarbeitungssphäre beliebige Betriebe, darunter auch kleine und mittlere, wichtig seien.
 
Putin hat zwei solcher Betriebe besucht. Der Präsident betonte, es seien universelle Methoden zur Unterstützung all der Geschäftsstrukturen notwendig, die einen wirtschaftlichen und sozialen Nutzen bringen könnten. Zurzeit gebe es keinen solchen Mechanismus bzw. die bestehenden Unterstützungsmechanismen seien nicht effektiv oder funktionieren gar nicht.

Russlands Wald vor illegalem Abholzen bewahren

In der Staatsratssitzung sprach sich Putin außerdem für härtere Strafen bei Waldvernichtung aus. In erster Linie müsse ein exaktes Überwachungssystem eingerichtet werden. Im Jahr 2012 sind Putin zufolge Ordnungsstrafen gegen etwa 7000 Menschen für illegales Abholzen von Wäldern ausgesprochen worden. Der daraus entstandene Schaden habe 10 Mrd. Rubel (ca. 250 Mio. EUR) betragen, wovon nur 2 % zurückerstattet worden seien.

In den zurückliegenden fünf Jahren ist das illegale Abholzen um 66 % gestiegen. Aufgedeckt wurden illegale Abholzungen nur zu 60 %.

RIA Novosti

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