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Russland fixiert seine staatliche Forstpolitik

Bereits am 26.9.2013 unterschrieb Ministerpräsident Medvedev die Regierungsverordnung Nr. 1724-r „Grundlagen der staatlichen Politik bei der Nutzung, der Erhaltung, des Schutzes und der Reproduktion der Wälder der Russischen Föderation bis zum Jahre 2030“ (siehe: www.rosleshoz.gov.ru).
Vorausgegangen waren jahrelange kontroverse Diskussionen auf unterschiedlichen Ebenen; berücksichtigt wurden verschiedene, die Forstpolitik betreffende Dokumente, auch der zur Zeit der Staatsduma zur Beratung vorliegende Gesetzentwurf „Über die staatliche strategische Planung“ (siehe: www.forestforum.ru). Geplant werden auch Korrekturen in den Regierungsprogrammen „Entwicklung der Forstwirtschaft 2013 – 2020“ sowie „Entwicklung der Industrie und Erhöhung ihrer Konkurrenzfähigkeit“.
In fünf Abschnitten, untergliedert in 21 Punkte, werden die Prinzipien, Ziele, Aufgaben und Realisierungsmöglichkeiten der russischen Forstpolitik vorgegeben.
Als eines der wichtigsten Prinzipien wird die Einhaltung der Balance zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen formuliert (Punkt 5b). Eine konsequente Umsetzung dieser Verordnung wird sich auf die Leitung und Gestaltung des gesamten Forst-Holz-Komplexes, die Nutzung und den Schutz des Waldes sowie die Holz be- und verarbeitenden Betriebe in der Russischen Föderation vorrangig intern auswirken.
In der Endkonsequenz sind aber auch Veränderungen im internationalen Holzhandel möglich, heißt es doch bei den Aufgaben unter anderem (Punkt 10g): „Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit der russischen Holzindustrie, einschließlich Produktionssteigerung von Holz- und Papierprodukten mit hoher Wertschöpfung, maximale Befriedigung des Binnenmarktes mit qualitativ hochwertigen, konkurrenzfähigen Produkten der Holzverarbeitung russischer Herkunft und Steigerung ihres Exportes“.
W. Pfalz

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