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Rundholzmarkt in Österreich

Rundholzmarkt in Österreich

Wie die Landwirtschaftskammer Österreich in ihrem Holzmarktbericht Juli 2015 mitteilt, ist die Nachfrage nach Nadelsägerundholz weiterhin verhalten und konzentriert sich auf stärkere Sortimente. Die Standorte der Sägeindustrie sind weiterhin sehr gut bevorratet, die Rundholzlager werden verstärkt mit Importholz ergänzt. Die Holzernteaktivitäten konzentrieren sich auf die in der Endphase befindliche Eisbruchaufarbeitung und Kalamitätsholz aus Gewitterstürmen in Kärnten und der Steiermark. Die Rundholzabfuhr verläuft vor allem in den Schadgebieten Niederösterreichs schleppend, ansonsten normal.
Der Anfall an Käferholz liegt im saisonüblichen Rahmen, eine vermehrte Einfuhr von Käferholz aus Slowenien ist jedoch bemerkbar.
Die Preise für das Leitsortiment Fichte B 2b sollten nun die Talsohle erreicht haben. Das Preisband bewegt sich zwischen 83 und 94 €/Fm. In Tirol ist der Fichten-Frischholzpreis auf ein Fünfjahres-Tief gefallen.
Die Standorte der Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie sind ebenfalls sehr gut mit Nadelindustrierundholz bevorratet. Dementsprechend und aufgrund verstärkter Anlieferung von Sägenebenprodukten ist die Nachfrage auch bei diesen Sortimenten verhalten. In den Schadgebieten im Norden Österreichs ist die Zufuhr streng kontingentiert. Der Holzabtransport verläuft dementsprechend schleppend. Im übrigen Bundesgebiet erfolgt die Zufuhr größtenteils problemlos. Am Standort Pöls sollte bis zum Jahresende wieder eine volle Produktion möglich sein. Die Preise sind stabil.
Die Situation beim Buchenfaserholz ist im Vergleich zum Vormonat unverändert. Aufgrund der sehr guten Versorgungslage ist die Nachfrage gering, die Abnahme kontingentiert.
Der Energieholzmarkt ist gesättigt, die Nachfrage verläuft der Jahreszeit entsprechend und aufgrund eines gewissen Überangebotes ruhig. Für hochqualitatives Scheit- und Stückholz wird ab September wieder eine rege Nachfrage erwartet.
Regionale Niederschlagsdefizite und überdurchschnittliche Temperaturen verstärken die Anfälligkeit der Bestände für Borkenkäferbefall. Die regelmäßige Kontrolle der Waldbestände auf frischen Käferbefall wird daher dringend empfohlen.
Landwirtschaftskammer Österreich

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