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Holzmarkt Österreich Preis Fichte

Rundholzmarkt in Österreich weiter am Boden

Der Rundholzmarkt in Österreich ist auch im Juni durch die Käferkalamität und die Coronakrise geprägt. Die Sägeindustrie in Österreich nimmt zwar die Corona bedingte Einschnittsreduktion sukzessive zurück. Dennoch bleibt die Nachfrage nach heimischem Fichtensägerundholz verhalten. Die Rundholzzufuhr ist allgemein streng kontingentiert.

Massive Preisreduktionen

In den Schadgebieten Ober- und Niederösterreichs hat jedoch ein verstärkter Abtransport des bereitgestellten Rundholzes die Waldlager reduziert und vorübergehend für eine phytosanitäre Entspannung gesorgt. Es kam aber teils zu massiven Preisreduktionen, wodurch die Bereitschaft zu Normalnutzungen weiter sinkt. So liegt das Preisniveau für das Fichtenhauptsortiment BC 2a+ in Niederösterreich bei 55 €/Fm. Die höchsten Preise werden in der Steiermark mit 76 €/Fm gemeldet. Aktuelle Abschlüsse sind rar und der Markt ist von einer ausgesprochenen Kurzfristigkeit geprägt. Die zeitliche und mengenmäßige Bewältigung der zu erwartenden Käferholzmengen bleibt daher eine enorme Herausforderung. Der Markt für Kiefer ist de facto tot. Lediglich die Lärche trotzt der Krise und wird zu attraktiven Preisen nachgefragt.

Zuviel Industrieholz

Die Lagerkapazitäten an den Standorten der Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie sind ausgereizt. Trotz Bemühungen zur Anlage zusätzlicher Außenlager ist die Nachfrage nach Nadelindustrierundholz sehr gering. Die Übernahme ist streng kontingentiert, der Abtransport dementsprechend schleppend. Die Waldlager sind bei weitem nicht abgebaut. Die derzeit strenge Sortierung von Sägerundholz verschiebt zusätzliche Mengen in Richtung Industrierundholz und verschärft das Mengenproblem. Die Preise liegen meist unter den Erntekosten und verhindern eine kostendeckende Waldpflege.

Energieholz kaum nachgefragt

Am Energieholzmarkt trifft Überangebot auf fehlende Nachfrage. Mengen außerhalb bestehender Verträge können nicht vermarktet werden. Aufgrund der fehlenden Nachfrage für Industrierundholz verschieben sich auch hier Mengen und belasten den Energieholzmarkt. Erschwerend kommt hinzu, dass große Abnehmer im Waldviertel aufgrund fehlender Nachfolgeregelungen vor dem Aus stehen.

Witterung verlangsamt Käfer

Die derzeit kühle und nasse Witterung hat die Entwicklung des Borkenkäfers nur etwas verzögert. Daher ist weiterhin höchste Vorsicht geboten! Es wird empfohlen, die Bestände regelmäßig zu kontrollieren und bei frischem Befall umgehend Forstschutzmaßnahmen zu treffen.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Geschäftsfälle im Zeitraum Mai – Anfang Juni 2020 und sind Nettopreise

LKO/Red.

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