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Rundholzmarkt in Deutschland

Der Rundholzmarkt in Deutschland ist zurzeit verhältnismäßig ruhig. Die meisten der am HMI-Meldenetz beteiligten Betriebe registrierten Anfang Dezember 2015 eine Nachfrage auf Vormonatsniveau, wobei der Teil, der ein zunehmendes Einkaufsinteresse verspürte, deutlich zunahm. Auch für die kommenden Monate geht ein recht hoher Teil der Melder von einem zunehmenden Bedarf der Säger aus. So rechnet bei Fichte etwa die Hälfte und bei Kiefer immerhin ein Drittel mit besseren Absatzmöglichkeiten.
Die Preise für Fichte und Kiefer blieben weitgehend konstant. Nur wenige Anbieter konnten Preisanhebungen durchsetzen, bei manchen laufen die bestehenden Verträge noch bis in das erste Quartal. Zurzeit sind etliche Betriebe in Verhandlungen für Lieferung im kommenden Jahr. Ein relativ großer Teil geht davon aus, dass die Talsohle bei den Preisen durchschritten ist und auf absehbare Zeit wieder höhere Preise marktüblich sind. Sowohl für Buchen- als auch Eichenstammholz hat die Nachfrage im vergangenen Monat bei steigenden Preisen nochmals zugenommen. Während bei Buche nur noch ein Viertel von einem weiter anziehenden Einkaufsinteresse ausgeht, sind die Absatzmöglichkeiten für Eiche auch in den kommenden Monaten voraussichtlich recht gut. Bezüglich der Preise geht der weit überwiegende Teil bei Buche von einem unveränderten Niveau aus, bei Eiche rechnen etliche Betriebe mit einem weiteren Anstieg. Das Einkaufsinteresse an Industrieholz blieb bei den meisten Testteilnehmern stabil. Während bei Kiefer, Buche und Eiche kaum eine Änderung der Nachfrage zu beobachten ist, zeigt sich bei etlichen Anbietern ein erhöhtes Interesse an Fichte. Auch für die nähere Zukunft dürfe sich der Fichten-Bedarf der Abnehmer nach Einschätzung eines großen Teils unserer Testteilnehmer erhöhen. Die Preise blieben meist konstant, gelegentlich mussten bei Laubholz Preiseinbußen hingenommen werden. Auch für die kommenden Monate dürfte sich das Einkaufsinteresse mit Ausnahme der Fichte kaum ändern. Preisanhebungen scheinen kaum möglich, vor allem bei Laubholz dürften die Preise eher sinken. Laub-Energieholz ist saisonbedingt deutlich gefragter. Bei den Nadelhölzern registriert der Waldbesitz derzeit keine Änderung. Die Preise blieben weit überwiegend konstant, auch für die kommenden Monate bestehen kaum Spielräume für eine Anhebung der Preise.
HMI/Quelle: HMI-Meldenetz

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