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Rundholzangebot aus dem Privatwald vergleichsweise hoch

Insbesondere im süddeutschen Raum mehren sich Meldungen von Waldbesitzern, dass freie Mengen nur noch unter Preiszugeständnissen abzusetzen sind. Auch der sogenannte „Bauernbuckel“, der in den zurückliegenden Jahren vielfach ausgeblieben ist, machte sich jüngst wieder bemerkbar: Etliche Kleinprivatwaldbesitzer nahmen die verhältnismäßig hohen Preise für Nadelrundholz um Anlass, dieses vermehrt einzuschlagen, so dass es regional zu einem gewissen Überangebot kam. Folglich wurde Fichtenstammholz auch vereinzelt wieder zu Preisen unter 100 €/Fm verkauft. Zwar sind die zu diesen Konditionen abgeschlossenen Mengen nicht allzu hoch, doch ist die 100-€-Marke wieder etwas ins Wanken gekommen. Vielfach wird damit gerechnet, dass sich die Lage im späten Frühjahr wieder normalisiert.
Die vielerorts rege Nachfrage nach Nadelindustrieholz dürfte demnächst weiter abklingen. Der Bedarf der Industrie wird sich nach weit überwiegender Einschätzung der Holzmarktinfo-Meldebetriebe kaum ändern. Oft halten sich die Stimmen, die eine zunehmende Nachfrage erwarten und die, die mit einem rückläufigen Bedarf der Abnehmer rechnen, die Waage.
Deutlich anders ist die Situation auf den Märkten für Energieholz: Sowohl bei Nadel- als auch Laubenergieholz ist die Nachfrage deutlich eingebrochen. Dies dürfte sich nach Einschätzung eines Großteils der Meldebetriebe in der näheren Zukunft fortsetzen. Entsprechend sind auch die Erwartungen an die künftige Preisentwicklung nicht allzu hoch gesteckt.
Holzmarktinfo

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