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Bündnis90/DieGrünen in Baden-Württemberg befürworten Pferdeeinsatz im Wald

Bündnis90/DieGrünen in Baden-Württemberg befürworten Pferdeeinsatz im Wald

Die Interessengemeinschaft Zugpferde e.V. (IGZ) erwartet, dass der Pferdeeinsatz im Wald nach der Landtagswahl  am 27. März in Baden-Württemberg wieder gefördert wird. Entsprechende Signale gab nach Informationen der IGZ-Bundesgeschäftsstelle Winfried Kretschmann, der Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen. Wie er der IGZ auf Anfrage schriftlich mitteilte, wolle die schwarz-gelbe Landesregierung den Pferdeeinsatz zurzeit nicht fördern. „Im Gegenteil, die vom damaligen Minister Peter Hauk in Auftrag gegebenen Gutachten zur Forstreform haben gezeigt, dass die CDU auf eine noch stärkere Mechanisierung und mehr Einsatz von Großmaschinen im Wald setzt. Sollten die Grünen in Baden-Württemberg an die Regierung kommen, werden wir … sehr wohlwollend prüfen, ob und wie wir die Arbeit mit Pferden in Baden-Württemberg … befördern können.“ 
Im gerade beschlossenen Rahmenplan 2011 der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) ist die Förderung des Pferdeeinsatzes im Wald weiter enthalten. Dieser muss durch entsprechende Regelungen in den Bundesländern umgesetzt werden. Kretschmann verwies darauf, dass dies in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Saarland und Thüringen bereits geschehe und die Förderung des Pferdeeinsatzes dort Praxis sei.

Nach Ansicht der IGZ sei der Pferdeeinsatz im Wald dem Maschineneinsatz nicht nur in ökologischer Hinsicht deutlich überlegen, sondern in vielen Bereichen auch wirtschaftlicher. Peter Herold, der Leiter der IGZ-Bundesgeschäftsstelle, führt dazu aus:
„Würde das Verursacherprinzip auch in der Forstwirtschaft konsequent angewandt und die massiven Umweltschäden durch die heute üblichen Forstmaschinen den Verursachern in Rechnung gestellt, wäre der Einsatz von Harvester und Forwarder unbezahlbar. Nur die intelligente Verzahnung von Pferden im Bestand, einem Mindestabstand der Rückegassen von 40 m und moderner, angepasster Maschinentechnik auf den Gassen ist in der Lage die
langfristige und nachhaltige Nutzungsfähigkeit unserer Wälder zu garantieren.“

IGZ/Red.

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