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Rückegassen-Biotope

Rückegassen-Biotope

Fahrspuren im Wald sind gar nicht so schlecht, wie man sie immer macht. Forst & Technik hat schon vor zwei Jahren über einen Truppenübungsplatz bei Wittlich berichtet, wo die die Naturschützer glücklich sind, wenn die Panzer Rückegleise fahren und auf diese Weise Biotope für die Gelbbauchunke anlegen. Was dort nur zum Teil im Wald passiert, hat aber auch im Wald Befürworter gefunden. In der Fachzeitschrift AFZ-DerWald 3/2017 brechen die Förster Jochen Müller und Hans-Joachim Bek aus Baden-Württemberg eine Lanze für die Flachwassertümpel, die nach der Holzernte in den Rückegassen entstehen. Denn Gelbbauchunken und andere Amphibien nutzen solche Pfützen für die Fortpflanzung. In diesen Pioniergewässern ohne Vegetation haben sich noch keine Fressfeinde angesiedelt.Die beiden Förster empfehlen daher, die Rückespuren nicht immer so rasch wie möglich zu beseitigen. Gerade Fahrspuren weiter im Waldesinnern sollten belassen werden. Um den Artenschutz zu optimieren, könne man neben den Gassen zusätzlich sogar noch kleine Tümpel baggern. Wichtig sei es allerdings, den Waldbesuchern den Zusammenhang zwischen Fahrgleisen und Artenschutz zu erklären.

O. Gabriel

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