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Rottne-LED-Lichtkonzept

Rottne: Strahlend, nicht blendend

Als Autofahrer merkt man es am ehesten bei Nebel: Es kann auch ein Zuviel an Beleuchtung geben, man blendet sich letztlich selbst. Ähnliche Effekte ergeben sich bei Forstmaschinen, wenn allzu viele und starke „Lichtkanonen“ sich eher an den Fahrzeugteilen spiegeln als den Arbeitsbereich zu erhellen. Für ein ausgewogenes Beleuchtingskonzept genügt es eben nicht, einfach möglichst viele LED an die Maschine zu schrauben. Bei Rottne haben sich jetzt die Konstrukteure selbst darangesetzt, ein durchgängiges Lichtkonzept für die Maschinen zu entwickeln. Dabei wurden jetzt nicht primär noch mehr Leuchten installiert, sondern zuerst Breitstrahler für das Nahfeld mit Spots für die Ferne kombiniert. In Zusammenarbeit mit dem Leuchtenhersteller Hella hat Rottne zudem die Abstrahlwinkel einzeln optimiert. Dazu nutzte der schwedische Hersteller auch Simulationen von Forstmaschinen und virtuelle Wälder mit unterschiedlichen Vegetationsformen.

Bisher: Die Scheinwerfer am Kabinendach strahlen vor allem den Kran und das Gitter an Foto: Mats Samuelsson

Ein besonderes Blendpotenzial ergibt sich immer durch das Stirngitter beim Forwarder. Hier arbeiten die Schweden mit einer neuen Doppelstrategie: Zum einen haben sie erstmals Scheinwerfer in das Gitter selbst integriert, damit sie direkt den Laderaum ausleuchten, zum anderen lassen sich die Strahler außen am Führerhaus in diese Richtung nach Bedarf abdimmen. Diese Möglichkeit bot die erste Generation der Leuchtdioden noch nicht, ist aber sinnvoll, weil Menschen unterschiedlich empfindlich auf Blendung reagieren, auch abhängig davon ob sie müde sind oder nicht.

Neu: Die Lampen im Gitter leuchten direkt den Laderaum aus, die Strahler an der Kabine sind abgedimmt Foto: Mats Samuelsson

Grundsätzlich sollen jetzt alle Rottne-Maschinen mit LED-Ausrüstung das neue Lichtkonzept erhalten. Die Strahler im Gitter lassen sich bei allen Rottne-Forwardern nachrüsten.

Rottne/Red.

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