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Rohstoffgipfel und Sägewerkskongress: Rückenwind für die Holznutzung

Rohstoffgipfel und Sägewerkskongress: Rückenwind für die Holznutzung

Am 12./13. Januar fand in Berlin der diesjährige Rohstoffgipfel und Sägewerkskongress statt. Eröffnet von Bundesforstminister Christian Schmidt, DeSH-Präsident Carsten Doehring und AGR-Präsident Leonhard Nossol diskutierten an zwei Tagen über 300 Teilnehmern unter anderem über modernes Bauen, innovative Verpackungsmittel und die Chancen von Holz als Rohstoff der Zukunft.

„Die Holzwirtschaft nimmt durch die Verarbeitung eines heimischen und nachwachsenden Rohstoffs eine zentrale Rolle für die ländlichen Regionen ein. Sie ist der Motor von Wertschöpfung und Beschäftigung, aber auch Klimaschutz und Ressourceneffizienz und es ist mir ein großes Anliegen, diese Rolle weiter zu stärken“, so Bundesforstminister Christian Schmidt in seinem Grußwort.
Auch der Präsident des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH) Carsten Doehring blickt gespannt in die Zukunft: „Bewusst haben wir für die diesjährige Veranstaltung den Titel ‚Das Ende der Steinzeit’ gewählt. Denn wir sehen es an vielen Stellen, nicht nur im Bauwesen: Der Rohstoff Holz hat Rückenwind! Er ist nachhaltig, klimafreundlich und bietet Antworten auf drängende Zukunftsfragen. Nun gilt es, diesen Rückenwind klug zu nutzen.“
Holznutzung im Fokus
Urbanes Bauen ist nur eines der Themen, bei denen Holz Lösungen bereithält, die kein anderes Material bietet. Diese positive Aufmerksamkeit für den Rohstoff kann die gesamte Branche nutzen, um beispielsweise auf die Klimaschutzleistung nachhaltig bewirtschafteter Wälder, die ressourceneffizienten Arbeitsprozesse der Branche, die strukturpolitische Bedeutung der Unternehmen in ländlichen Regionen und die Innovationen in allen Teilbereichen der Holznutzung aufmerksam zu machen.
Holzbasierte Innovationen
„Die Bioökonomie ist ebenfalls eines der zentralen Stichworte in den kommenden zwei Tagen“, ergänzt Leonhard Nossol, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e. V. (AGR). „Alter Wein in neuen Schläuchen? Auf keinen Fall. Angesichts des sich ändernden Weltklimas werden mit den Erkenntnissen der Bioökonomie ganz neue Produktlösungen entwickelt – basierend auf einem hochinnovativen Rohstoff.“
Gipfel und Kongress erstmals in der Bundeshauptstadt
Zum ersten Mal findet die gemeinsame Veranstaltung von AGR und DeSH in Berlin statt. Sie bildet den Abschluss des Ausstellungszeitraums von „Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft“, die von den Verbänden und Unternehmen der Holzwirtschaft unterstützt wurde. Mit über 300 Teilnehmern im Cafe Moskau knüpfen AGR und DeSH an die erfolgreichen Veranstaltungen der vergangenen Jahre an. Insgesamt 30 Fachaussteller und Partner informieren zudem über ihre neue Produkte und Dienstleistungen.
Deutsche Säge- und Holzindustrie ‒ Bundesverband e.V. Der DeSH vertritt die Interessen der deutschen Säge- und Holzindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Dabei steht der Verband seinen Mitgliedern, darunter mehr als 500 Unternehmen aus ganz Deutschland, in wirtschafts- und branchenpolitischen Angelegenheiten zur Seite und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Verwendung des Rohstoffes Holz. Der Verband tritt in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik und Forschung. Bei der Umsetzung ihrer Ziele steht Die Deutsche Säge- und Holzindustrie für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.
 
Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. Die AGR ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Unternehmen der Rohholz verbrauchenden Branchen in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Die AGR setzt sich für eine optimale Versorgung seiner Mitgliedsunternehmen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz ein. In Kooperation mit der Forstwirtschaft engagiert sich die AGR für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die im Einklang mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen steht. 
DeSH

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