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Rohholzverbraucher plädieren für ausgewogenen Anteil Laub- und Nadelhölzer

Rohholzverbraucher plädieren für ausgewogenen Anteil Laub- und Nadelhölzer

In unseren Wäldern läuft in diesen Tagen die Pflanzsaison. Das Frühjahr bringt für viele Baumarten die besten Chancen für einen optimalen Pflanzerfolg. Vor allem bei Nadelhölzern gibt es aber enormen Aufholbedarf, so Dr. Denny Ohnesorge, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR).

Die AGR befürwortet die Entstehung neuer Mischwälder. Doch seit einigen Jahren werden hauptsächlich Laubbäume gepflanzt. In der jüngeren Waldgeneration liegt der Anteil der Nadelbäume nur noch bei 29 %. Nach Erkenntnissen der AGR wird sich das auf lange Sicht negativ auf die Holzversorgung auswirken. Zwischen 70 und 90 % beträgt der Nadelholzanteil in den gängigsten Holzerzeugnissen.

Im Gegensatz zu seinem Laub-Pendant ist Nadelholz oft leichter, tragfähiger und schneller im Wachstum. Während Eiche und Buche einen jährlichen Zuwachs von bis zu 8 bzw. 15 m³ aufweisen, sind es bei Fichte und Douglasie bis über 20 m³ pro Jahr und Hektar. „Bei der Verjüngung des Waldes sollte deshalb auf einen ausgewogenen Anteil aus Laub- und Nadelhölzern geachtet werden“, mahnt Forstwissenschaftler Ohnesorge.
 

AGR

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