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Rohholzmarkt in Bayern

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten informiert über den Holzmarkt im I. Quartal 2014.
Forstwirtschaft
 
Ein ungewöhnlich milder Winter führte mangels Frost bei der Forstwirtschaft vielerorts zu Schwierigkeiten bei der Holzrückung. Größere Waldlager, Bläue bei Kiefer, Zurückstellung geplanter Hiebe und Lieferverzögerungen waren die Folge. Der laubholzbetonte Norden Bayerns war hiervon tendenziell stärker betroffen als der Süden. Im Gegensatz dazu veranlasste die trockene und warme Witterung ab Mitte des I. Quartals, sowie ein attraktives Preisniveau für Industrie- und Schleifhölzer viele Waldbesitzer dazu verstärkt Jungdurchforstungen in Nadelholzbeständen durchzuführen.
Nadelstammholz
 
Bedingt durch die noch überwiegend bis zum Beginn des II. Quartals 2014 laufenden Verträge haben sich im I. Quartal 2014 keine wesentlichen Änderungen beim Rundholzpreis ergeben. Das Leitsortiment Fichte SL BC 2b wird nahezu unverändert zu Preisen zwischen 96 und 104 €/Fm (vereinzelt bis 108 €/Fm) frei Wald gehandelt. Für Kiefernstammholz SL BC 2b wurden Preise zwischen 78 und 84 €/Fm frei Wald realisiert.
Auf den zu dieser Jahreszeit üblichen Nadelholzsubmissionen zeigte sich gegenüber dem Vorjahr überwiegend Preiskonstanz. Teils deutlich höhere Preise konnten für Douglasie erzielt werden.
Laubstammholz
Aufgrund der guten Lage auf den Schnittholzmärkten war die Nachfrage nach Laubstammholz auf Seiten der Säger hoch. Witterungsbedingte Schwierigkeiten führten jedoch zu einer verzögerten Rundholzbereitstellung, so dass mancherorts die Rohholzlager nicht mit den gewünschten Mengen bedient werden konnten.
Das Sortiment Buche L B 4 wurde zu Preisen von rund 95 € €/Fm frei Waldstraße gehandelt. Für das Leitsortiment Eiche L B 4 wurden Preise zwischen 285 und 300 €/Fm erzielt.
Die bereits in der letzten Saison erzielten Preissteigerungen für Eichenwertholz konnten auf den diesjährigen Versteigerungen größtenteils erneut übertroffen werden. Neben der Eiche erfreute sich auch Esche einer durchaus regen Nachfrage bei steigenden Preisen.
Industrieholz
Die Absatzmärkte für Industrieholz waren von einer unverändert starken Nachfrage geprägt. Dies unterstreichen auch die Preisangleichungen in den benachbarten Bundesländern an die im vergangenen Quartal in Bayern abgeschlossenen Verträge für Papierholz. Reine Buchen- bzw. Hartlaubholzsortimente wurden zu rund 48 bis 48,5 €/Fm gehandelt. Laubindustrieholzpartien inklusive Eiche erzielten zwischen 45 und 47 €/Fm frei Waldstraße.
Energieholz
Der milde Winter hat auf Verbraucherseite für einen geringen Bedarf an Brennholz, Hackschnitzel und Pellets gesorgt. Gleichzeitig sorgte die hohe Einschnitttätigkeit der Säger für ein gutes Angebot an Sägerestholz. Die Lager der Anbieter waren deshalb zum Ende des I. Quartals 2014 noch gut gefüllt. Angesichts hoher Lagerbestände versuchten manche Händler mit Rabattaktionen ihre Lager zu entlasten.
Aufgrund der angespannten Situation gaben die Preise für Pellets im laufe des Quartals um rund 10 bis 15 €/t nach.
StMELF Bayern

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